Saarland / Luxemburg: Landesgrenze BAB 8 (D) / A 13 (Lux.), Tunnel Markusbierg in Luxemburg ist wegen Feuerübung bis zum Ende des 21.10.17 gesperrt, Verkehr wird an der AS Schengen abgeleitet. (20.10.2017, 23:07)

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Talbrücke Großenbruch wird für fünf Millionen Euro saniert

Brücken brauchen Pflege – so oder so ähnlich könnte ein Slogan für die geplanten Tätigkeiten des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) in diesem Jahr lauten. Im Kreis Neunkirchen steht die Sanierung der Talbrücke Großenbruch der Autobahn 8 bei Spiesen-Elversberg auf dem Programm. Die Großenbruch-Brücke überspannt zwischen den Ausfahrten 21 (Elversberg) und 22 (Neunkirchen-Heinitz) sechsspurig die Heinitzer Grubenstraße. Mehr als 40 Jahre hat die aus zwei Teilbauwerken bestehende Brücke schon auf dem Buckel. Baubeginn war 1970, Fertigstellung 1972.

„Vorgesehen ist eine umfassende Sanierung der beiden Teilbauwerke“, erklärte LfS-Sprecher Klaus Kosok im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine statische Untersuchung habe keine Mängel gezeigt, es bestehe also kein Anlass, die Brücke zu verstärken.

Die Sanierung wird in mehreren Abschnitten verlaufen. Los gehen soll es bereits am 17. Februar. Den Anfang machen Arbeiten unter der Brücke, so dass die Autofahrer oben gar nichts davon mitbekommen. Hier stehen Betonsanierungen an, außerdem muss die komplette Entwässerungseinrichtung erneuert und ein Regenrückhaltebecken gebaut werden.

Oben wird es voraussichtlich erst im Juni 2014 interessant. Dann nämlich müssen vor und hinter der Brücke Überleitungen geschaffen werden, um den Verkehr über den Mittelstreifen auf die andere Richtungsfahrbahn leiten zu können. Bis zu sechs Wochen veranschlagt der LfS für diese Arbeiten. Die Überleitungen müssen dabei genauso belastbar sein, wie der normale Straßenbelag. Rund 47 000 Fahrzeug rollen täglich auf diesem Abschnitt der A 8, 5300 davon sind Lkw. Zum Einrichten werden die jeweiligen Überholspuren gesperrt.

Ab Juli, so sieht es die derzeitige Planung vor, soll zunächst der Verkehr in Richtung Luxemburg auf die gegenüberliegende Fahrbahn umgelenkt werden. Dort stehen dann in beide Richtungen jeweils zwei Fahrspuren zur Verfügung. Neben dem Brückenbelag wird auch die sogenannte Brückenkappe erneuert. Das ist der aus Beton auf den Fahrbahnrand aufgesetzte Bereich, der Leitplanken, Geländer und die Schallschutzwand trägt.

Mitte 2015 soll die Baustelle dann auf die Fahrbahn in Richtung Zweibrücken wechseln. Auch hier werden Kappen und Belag erneuert – es wird beidseitig einen lärmarmen Asphalt geben. Außerdem wird die Lärmschutzwand abgebaut und in Stand gesetzt.

Die Kosten für Sanierung der beiden Teilbauwerke inklusive der Verkehrssicherungsmaßnahmen schätzt der LfS auf etwa fünf Millionen Euro. 30 Monate Gesamtbauzeit sind inklusive der Arbeiten unter der Brücke veranschlagt, 24 Monate im Bereich der Fahrbahn. Allerdings stünden, versichert der LfS-Sprecher, mit Ausnahme weniger Wochen immer zwei Fahrspuren in beide Richtungen zur Verfügung. Größere Verkehrsstörungen erwarte man deshalb nicht.

Zum jetzigen Zeitpunkt müssten der Bau der Überleitungen und die Verkehrssicherung noch ausgeschrieben werden. Ob es im Juni losgehen kann, hänge deshalb auch davon ab, dass das Vergabeverfahren problemlos verläuft.


Auf einen Blick

Die Talbrücke Großenbruch wurde von 1970 bis 1972 errichtet. Der sechsfeldrige Überbau ist 15,5 Meter breit und aus Spannbeton – längs und quer vorgespannter Hohlkastenquerschnitt. Die Gesamtlänge beträgt 218,5 Meter mit Einzelstützweiten von 28,5 Metern und fünf mal 38 Metern. Die tägliche Verkehrsbelastung liegt bei rund 47 000 Fahrzeugen. Länge der Baustelle: 800 Meter. Gesamtkosten für die Sanierung: etwa fünf Millionen Euro. spe
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