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Tarnung für die Maggi-Flasche: Seltener Fund in Saarbrücker Flohmarkt-Laden

Der Maggi-Flaschenhalter für Flaschen mit 125 Gramm Inhalt war im WMF Katalog von 1968 aufgeführt.

Der Maggi-Flaschenhalter für Flaschen mit 125 Gramm Inhalt war im WMF Katalog von 1968 aufgeführt.

Wer mit Maggi würzt, der steht dazu! In den meisten saarländischen Haushalten dürfte die markante dunkle Maggi-Flasche mit dem gelb-roten Etikett als unverzichtbar gelten, vor allem zum Würzen von Suppen, Eintöpfen und Eierspeisen. Nicht selten steht sie „abrufbereit“ auf den Küchen- und Kantinentischen, in Gemeinschaft mit Salz- und Pfefferstreuer.

Es war aber nicht immer so, dass sich die Maggi-Freunde uneingeschränkt zu ihrer Leidenschaft bekannten. Als ob man sich ein wenig für sie schämte, versteckte man früher die Maggi-Flasche in Umbehältern. So hat Sylvia Klauss-Flauder, Geschäftsführerin des Flohmarkt-Ladens „Schnickschnack“ in Saarbrücken-St. Johann dieser Tage mal wieder den Maggi-Flaschenhalter von WMF aus Cromargan und Kunststoff „hereinbekommen“ und zwar dank einer Wohnungsauflösung. Die Unternehmerin gehört zu den größten Fans dieses hübschen Küchenutensils, das hin und wieder auf dem Gebrauchtmarkt auftaucht. Sie neigt dazu, es gar nicht zu verkaufen. Üblicherweise wird dieser Artikel heute für 15 bis 20 Euro gehandelt.

Wie wir auf Anfrage von dem Geislinger Unternehmen erfuhren, wurde der Maggi-Flaschenhalter für Flaschen mit 125 Gramm Inhalt im WMF Katalog von 1968 aufgeführt. Sprecher Thomas Dix fand für uns heraus, dass das Design von Kurt Radtke (1895 bis 1978) stammt, der als freier Entwerfer in den 1950er und 1960er Jahren für WMF arbeitete. Im Katalog von 1974 war noch eine zweite Größe für Flaschen mit 250 Gramm Inhalt abgebildet.

„Da der Maggi-Flaschenständer schon lange nicht mehr im Sortiment geführt wird, haben wir auch keine Unterlagen mehr, ob er im Saarland überdurchschnittlich oft verkauft wurde“, so Dix.

Bei der Maggi-Pressestelle in Frankfurt bestätigt sich, was die Saarländer ahnen: Sie sind beim Maggi-Verbrauch spitze: „Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen liegen auf dem zweiten Platz des Würze-Absatzes nach Nordrhein-Westfalen (was die absolute Käuferzahl angeht). Das Saarland selbst lässt sich allerdings nicht separat ausweisen. Auch im Kontakt mit unseren Kunden werden wir von Saarländern sehr oft darauf aufmerksam gemacht, welche besondere Rolle die Maggi-Würze in ihrem Bundesland spielt, was uns natürlich sehr freut“, so Sprecherin Isabel Flory.
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