L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Taschendiebstähle in der Saarbrücker Innenstadt häufen sich

Nicht jeder, der nach dem Weg fragt, will wirklich wissen, wo er sein Ziel findet. „Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es – etwa auf Bahnhöfen – an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Handoder Umhängetasche“, weiß Wolfgang Leidinger. Den „Stadtplan-Trick“ nennen der Kriminal-Hauptkommissar und seine Kollegen das.

Ob Diebe ihre Opfer mit diesem Trick, mit der Bitte, Geld zu wechseln oder im Gedränge bestehlen – es geht ihnen dabei offenbar nicht nur darum, Geld zu erbeuten. Die Polizei habe zwar keine genaue Statistik, aber obwohl die Zahl der Taschendiebstähle in den letzen sechs Wochen besonders hoch sei, finde man kaum leere Geldbeutel.

Es geht auch um Ausweise

Bisher sei es oft so gewesen, dass Diebe das Geld nehmen und den Rest in eine Mülltonne oder einfach auf die Straße werfen. Dass nun eher wenig gestohlene Geldbeutel wieder auftauchen, könnte ein Hinweis darauf sein, dass es den Dieben auch um die Ausweise, Versicherungskarten und Ähnliches geht, heißt es bei der Polizei vor Ort.

Der Sprecher der Landespolizeidirektion, Georg Himbert, will das weder bestätigen noch dementieren. Es könne auch sein, dass die Diebe vorsichtiger sind als bisher und Angst haben, dass die Polizei sie anhand von Fingerabdrücken oder Genmaterial überführen kann. „Da werfen sie die Geldbeutel womöglich lieber in die Saar“, vermutet Himbert.

Sein Kollege Wolfgang Leidinger, der bei der Landespolizei für die Verhinderung von Straftaten zuständig ist, glaubt, dass Taschendiebstähle verhindert werden könnten, wenn man weiß, wo die Gefahr lauert. „Taschendiebe“, sagt er, „lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute“.

Geld körpernah tragen

Die Polizei rät daher: „Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.“ Am sichersten sei es, Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite zu tragen oder sie sich unter den Arm zu klemmen.

„Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse“, rät die Polizei. Geldbörsen oben in die Einkaufstasche, den Einkaufskorb oder den Einkaufswagen zu legen, erleichtere Taschendieben die Arbeit ungemein. Deshalb soll man den Geldbeutel „möglichst körpernah“ tragen.

Handtaschen sollte man im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden – selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung – nicht an Stuhllehnen hängen, geschweige denn unbeaufsichtigt lassen.
Die Botschaft der Polizei: Immer wachsam zu sein, kann sich lohnen. Selbst in auf den ersten Blick verrückten Situationen wie dieser: „In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben zieht er oder ein Komplize die Geldbörse“, beschreibt Leidinger die Situation, die er den „Hochhebe-Trick“ nennt.

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