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Tattoo Expo: Bunte Bilder auf nackter Haut

Saarbrücken. „Das wird eine Lotusblüte“, sagt Hannes und strahlt über das ganze Gesicht, während Tätowierer Manabu Tairaku aus Japan seine Nadel erneut ansetzt. Die zuvor in schwarz vorgemalte Blüte soll später noch rote Schatten bekommen. Für den 23-Jährigen aus Bous ist es sein zweites Tattoo. Dass er mit seinem Tätowierer nur auf Englisch sprechen kann, macht ihm gar nichts aus. „Gold Coast Tattoo ist der einzige Stand, der die Lotusblüte so stechen kann, wie ich es will,“ freut sich der junge Bouser.

Einige Stände weiter liegt Tattoo-Model „Miss Mad“ (deutsch: Das verrückte Fräulein) bei Tätowierer Manu aus Carling auf der Bank. Sie schätzt die Anzahl ihrer Tattoos auf etwa 40, ganz genau weiß sie es aber nicht. „Irgendwann hört man auf zu zählen“, sagt die allein erziehende Mutter aus Dirmingen lachend. Heute soll ein Portrait von US-Schauspieler Johnny Depp auf ihrem linken Oberschenkel dazu kommen. „Der Liebe wegen“ hat sich Helga Irsch zu einem weiteren Tattoo entschieden. Die 52-Jährige „liebt“ ihre Katze Maja so sehr, dass sie sich ihren Namen aufs Handgelenk und eine kleine Katze, die in einem Halbmond sitzt, an den Hals tätowieren ließ. „Das ist jetzt mein sechstes Tattoo“, berichtet die Mutter aus Saarlouis stolz. Für Alex, Sven und Ela aus Mannheim ist das alles normales Tagesgeschäft. Die drei führen einen Tattoo-Laden namens „Nadelsucht“ in Baden-Württemberg und sind zum dritten Mal bei der Tattoo Expo in Saarbrücken dabei. Alex selbst tätowiert seit sieben Jahren. „Da rutscht man irgendwie so rein“, versucht er seine Berufswahl zu begründen. Alles fange damit an, dass man sich selbst Tattoos stechen ließe.

Doch nicht nur Tätowierer stellen sich auf der Messe vor. Dazwischen verkaufen Händler Tätowier-Zubehör, Schmuck, kleine Deko-Artikel und Kleidung, viel Handelsware aber auch einiges selbst Gemachtes. Katrin Engel aus St. Ingbert bietet Kleider und Accessoires aus letzterer Kategorie an. Sie näht aus Lackleder unter anderem Korsagen, Röcke und Schiffchen, die man als Kopfschmuck in der Szene trägt. Die 27-Jährige vertreibt ihre Mode im Internet. Hauptberuflich arbeitet sie als Kostümbildnerin im Staatstheater. „Ich will farbenfrohe Kleidung anbieten“, erklärt sie und hat bei der Messe die Gelegenheit, ihre Kleider bei einer Modenschau auf der Bühne zu präsentieren. Für Veranstalterin Yvonne Süßdorf ist die Messe 2012 ein voller Erfolg. „Rund 100 Aussteller haben sich dieses Jahr beteiligt, ich bin sehr zufrieden“, sagt Süßdorf.

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