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Tatwaffe von Lebacher Heckenschütze gefunden - 26-Jähriger wird Haftrichter vorgeführt

Nach den Schüssen auf mindestens 13 Fahrzeuge am Donnerstagmorgen (19.03.2015) zwischen 5.15 und 5.30 Uhr auf der Landstraße zwischen Lebach-Gresaubach und Steinbach hat die Polizei heute Morgen die Tatwaffe, ein Gewehr Kaliber 22, sichergestellt. Der 26 Jahre alte mutmaßliche Schütze hat die Ermittler zu der Tatwaffe geführt, die er im Wald nahe des Tatorts versteckt hatte. Gestern Abend waren er und sein 30 Jahre alter Mitbewohner gegen 21.30 Uhr verhaftet worden. Ob der 30-Jährige an der Tat beteiligt ist, werde derzeit geprüft, sagte die Polizei heute Mittag (20.03.2015) bei einer Pressekonferenz.

Der 26-Jährige ist gebürtiger Saarländer. Er gab an, arbeitslos zu sein und Hartz IV zu beziehen. Über sein Motiv ist noch nichts bekannt. Laut Polizei gab er an, geschossen zu haben, doch er habe niemanden verletzen wollen. „Diese Aussage halte ich für gewagt“, sagte der Leiter der Direktion Einsatz und Gefahrenabwehr, Gerald Stock. Der Täter habe billigend in Kauf genommen, dass Menschen verletzt wurden. Es sei aus einer Höhe von fünf bis sieben Metern geschossen worden, dabei habe der Täter zwischen 70 und 80 Meter freie Sicht gehabt. Die Autos fahren auf der Verbindungsstraße zwischen Lebach-Gresaubach und Steinbach zwischen 60 und 80 Kilometer pro Stunde. Der Tatverdacht lautet daher versuchter Mord in 13 Fällen. Der 26-Jährige wird heute dem Haftrichter vorgeführt.
„Die Einschussspuren zeigen, dass es nur dem Zufall zu verdanken ist, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, sagte Landespolizeipräsident Norbert Rupp . Die Projektile hätten die Fahrzeugtüren komplett durchdrungen und seien im Sitz stecken geblieben. Ein Schuss sei dort gelandet, wo sonst Kinder sitzen, ein anderer genau zwischen Fahrer und Beifahrer.

Die Polizei dankte ausdrücklich der Bevölkerung, die entscheidende Hinweise zur Festnahme geliefert hatten. So hatte eine Zeitungsausträgerin in den frühen Morgenstunden einen Zweiradfahrer in Tarnkleidung mit auffälligem Helm gesichtet. An der Geländemaschine fehlten die Nummernschilder.  Eine heiße Spur kam von einer weiteren Zeugin, die am 15. März in der Nähe des Tatorts Jugendliche bei Schießübungen  beobachtete. Sie hatte sich ihr Kennzeichen notiert und aufgrund des Zeugenaufrufs die Polizei verständigt.
 
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