A1 Trier Richtung Saarbrücken AS Illingen Gefahr durch defektes Fahrzeug, rechter Fahrstreifen blockiert (17.12.2017, 23:22)

A1

Priorität: Sehr dringend

2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Tausende Fische sterben in der Sauer bei Luxemburg

Rosport/Steinheim. Freiwillige versuchen derzeit verzweifelt, ein massives Fischsterben an der Sauer zu verhindern. Wegen Bauarbeiten an einem Stauwehr war der Wasserstand des Flusses zwischen Deutschland und Luxemburg um zwei Meter gesenkt worden. Zig- bis Hunderttausende Fische sollen sich in einem nahezu ausgetrockneten Seitenarm der Sauer befinden. Pierre Merten, Grenzgewässerkommissar des luxemburgischen Fischereiverbandes, kritisierte das Vorgehen der zuständigen Behörden scharf. Er glaubt, dass es möglich gewesen wäre „den Wasserstand zu halten und Tausende Fische zu retten.“

Qualvolles Sterben von hunderttausenden von Fischen

Zwar hatte die für die Pegelabsenkung verantwortliche luxemburgische Bauverwaltung eine Pumpe installiert, die den Nebenarm mit Wasser versorgen sollte. Allerdings stellten die Beamten diese nach Auskunft von Jos Scheuer, dem Präsidenten des luxemburgischen Anglerverbands, ab, als sie am Montag um 18 Uhr Feierabend machten. Die luxemburgische Fischer- Vereinigung „Fédération luxembourgoise des pêcheurs sportifs“ (FLPS) zeigte sich bitter enttäuscht über die Entscheidung des Wasserwirtschaftsamtes, den Laicharm der Sauer leer laufen zu lassen. „Einfach aus Profitgier wird hier das qualvolle Sterben von hunderttausenden Fischen hingenommen“, ärgert sich Claude Strotz. Die FLPS erwägt rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen.

Im Juni hatte eine Absenkung des Wasserspiegels an der Pferdemosel ebenfalls verheerende Folgen: Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Trier hatte im Zuge der jährlichen Schifffahrtssperre Arbeiten an der Uferböschung einer nahe gelegenen Schleuse durchgeführt. Daher wurde die Mosel um bis zu zwei Meter abgesenkt. Dadurch wurden Unterwasserpflanzen weggeschwemmt, Brutstätten für Vögel zerstört und tausende Fische starben. red

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein