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Tausende besuchten St. Wendeler Stadtfest und Band Battle

Am Wochenende fand in St. Wendel das Stadtfest statt.

Am Wochenende fand in St. Wendel das Stadtfest statt.



„Und jetzt alle mitmachen“, rief Steffen Jung und hielt das Mikro ins Publikum. Das ließen sich die Fans nicht zweimal sagen: „Ich fühl mich frei“ sangen alle lauthals den Refrain des Songs mit. Als der Sänger mit seiner Band Spirit Wanted die Bühne rockte, stand der Gewinner des Band Contests noch nicht fest, aber allen Beteiligten war klar: Es wird ein Kopf an Kopf Rennen. Der Wettbewerb, bei dem drei Nachwuchsbands auf der Bühne standen, war der Höhepunkt des St. Wendeler Stadtfests. Neben Spirit Wanted hatten auch The Backdraft und Fürbaß am Samstag die Gelegenheit in der Mott aufzutreten. Die drei Gruppen hatten in den vergangenen Jahren schon einmal den Talentwettbewerb für junge Musiker beim Stadtfest gewonnen, in diesem Jahr hatten sie die Chance, sich auch den Staffeltitel zu sichern.

Den Anfang machte die Band Fürbaß aus Zweibrücken. Die vier Musiker begeisterten mit ihren Rockliedern und klärten nach dem Auftritt auch noch ihren ungewöhnlichen Bandnamen auf. „Fürbaß bedeutet vorwärts, wir haben das Wort in einer Sammlung ausgestorbener deutscher Wörter entdeckt“, erklärte Luise Ehrmantraut, die Sängerin der Band. Nach dem Auftritt von Fürbaß nannte Jurymitglied Volker die wichtigsten Bewertungskriterien: „Wir achten auf das Gesamtbild der Band. Aber auch Musikalität und Originalität spielen eine entscheidende Rolle.“

Anschließend hieß es Bühne frei für die Jungs von The Backdraft. Eine knappe Stunde lang brachten sie die Stimmung in der Mott zum Kochen. Nachdem alle Bands ihren Auftritt hinter sich hatten, lag es an der Jury, den Gewinner zu küren. Um kurz vor Mitternacht dann ihr Urteil: Aufgrund des guten Zusammenspiels der Bandmitglieder, dem Gesang und der Musikalität kürten sie die Band The Backdraft zum Gewinner. „Wir hätten nie damit gerechnet, heute Abend als Sieger hervorzugehen. Das war ein geiler Auftritt,“ meinte Max Barth nach der Preisverleihung.

Während der Sänger den Sieg immer noch nicht richtig fassen konnte, hielt sich die Enttäuschung bei Sebastian Naumann von Spirit Wanted in Grenzen: „Es ist nicht schlimm, dass wir nicht gewonnen haben. Die Show war genial. Da haben drei hochwertige Bands mitgemacht und jeder hätte den Sieg verdient“, so das Resümee des Gitarristen. Doch nicht nur in der Mott war viel los. Auch vor den drei weiteren Bühnen drängten sich die Besucher.

Auf dem Schlossplatz ertönte Rock and Roll von Boppin’ B, und obwohl in der Menge kaum Platz war, fanden einige etwas Raum zum Tanzen. Ähnlich ausgelassen ging es vor der Bühne am Fruchtmarkt zu. Dort hatten es sich die Musiker zum Ziel gesetzt, ihr Publikum zum Mitmachen zu animieren. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert. Diejenigen, die es lieber ruhiger mochten, fanden im Magdalenenhof ein paar Sitzgelegenheiten. Zudem sorgte dort eine Jazz-Band für eine entspannte Atmosphäre.

Das Stadtfest hatte aber auch den Besuchern was zu bieten, die sich wie Amelie Burgard weniger für die Musik interessierten. „Ich finde die Musik zwar gut, aber die Bands sind nicht der Grund, warum ich hier bin“, meinte die Studentin: „Man trifft immer wieder auf Leute, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat, darauf freue ich mich besonders.“



Spaß-Wochenende für die ganze Familie

St. Wendel. Geöffnete Geschäfte, Stadtfest und strahlender Sonnenschein, gleich drei Gründe, warum es sich lohnte am vergangenen Sonntag durch die St. Wendeler Innenstadt zu bummeln. Dieser Meinung war auch Martin Müller: „Heute ist es richtig schön auf dem Schlossplatz. Obwohl viel los ist, kann man sich noch frei bewegen.“ Gemeinsam mit seiner Frau und seiner dreijährigen Tochter ist er nach St. Wendel gekommen, um ein Eis zu essen und ein wenig durch die Stadt zu schlendern. „Man muss das Wetter ausnutzen, in die Geschäfte gehen wir dann, wenn es demnächst wieder regnet,“ so Müller weiter.

Dass die Kunden sich bei blauem Himmel lieber im Freien aufhalten bestätigte auch Anne Feld, sie ist Verkaufsleiterin im Modegeschäft Houy: „Der verkaufsoffene Sonntag am Stadtfest ist in der Regel unser schwächster Sonntag, denn die meisten nutzen den Tag lieber um über das Stadtfest zu spazieren.“ Dennoch ist sie mit dem Betrieb und den Verkaufszahlen sehr zufrieden: „Wir haben heute die Sommerware teils sehr stark reduziert und jetzt wo es so warm ist, haben die Kunden auch Lust wieder Kleidchen und kurze Hosen zu kaufen.“ Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist Anne Feld vor allem eines aufgefallen: „Normalerweise, kommen die Kunden schon immer gleich nachdem wir öffnen, heute hat der Betrieb allerdings erst gegen 14 Uhr angefangen, aber seitdem ist der Laden auch voll.“

Über fehlenden Kundenansturm konnte sich auch Renzo Sommariva nicht beschweren, denn in seinem Eiscafé Venezia gab es alle Hände voll zu tun. „Wir hatten die letzten zwei Tage nicht so viel Betrieb, aber heute ist einiges los,“ meinte der Besitzer der Eisdiele, die sich gleich neben der Bühne an der Mott befindet. Er verkaufte ein Eis nach dem anderen und vor allem auf der Terrasse konnten sich die Besucher nur mit viel Glück einen Platz sichern, so voll war es. „Das Wetter spielt ja zum Glück auch endlich mal wieder mit,“ sagte Renzo und fügte hinzu: „Heute passt einfach alles.“ sara
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