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Taxiräuber muss acht Jahre in den Knast

Saarbrücken. Das war gestern extrem knapp für einen 26-jährigen Drogenabhängigen vor dem Landgericht. Ihm drohte nach einer langen kriminellen Laufbahn der unbefristete Aufenthalt hinter Gittern. Aber am Ende gaben die Richter ihm doch noch eine Chance. Sie verurteilten ihn wegen fünf Raubüberfällen, unter anderem auf zwei Taxifahrer, lediglich zu acht Jahren Gefängnis. Ein Mitangeklagter (23), der bei zwei der Taten mitgemacht hatte, soll für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Beide müssen einen Teil der Strafe in einer Entziehungsanstalt verbringen.
Dazu sagte der Vorsitzende Richter: „Wir haben die Hoffnung, dass die beiden Angeklagten Ihr Verhalten in Zukunft noch ändern können.“ Diese Hoffnung sei allerdings beim Hauptangeklagten mit Blick auf dessen Lebensgeschichte nicht mehr sehr groß. Denn: Seit seinem zwölften Lebensjahr nimmt der Hauptangeklagte Drogen. Schon in der Grundschule lief sein Verhalten aus dem Ruder. Und sämtliche denkbaren Maßnahmen der Jugendhilfe oder später dann der Strafverfolger änderten daran nichts. Das Leben des mehrfach wegen Drogendelikten verurteilten Mannes lief quasi auf einem anderen Gleis als das seiner Altergenossen und in Richtung Abgrund. Anfang diesen Jahres geriet das Ganze noch mehr außer Kontrolle.
Innerhalb weniger Wochen überfiel der Angeklagte zur Finanzierung seiner Drogensucht Freunde, Bekannte und zwei völlig fremde Taxifahrer. Dabei bedrohte er seine Opfer zum Teil mit einem Dolch und verletzte sie sogar. Einer der Taxifahrer musste in seinem eigenen Auto regelrecht um sein Leben kämpfen. Für den Oberstaatsanwalt und den Opferanwalt des Taxifahrers war damit das Maß voll. Ihrer Ansicht nach ist der 26-jährige Hauptangeklagte mittlerweile gemeingefährlich und sollte deshalb bis zum Beweis des Gegenteils eingesperrt werden. wi




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