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Teil der Mainzer Straße in Saarbrücken wird bald zur Allee

Mainzerstraßen-Abschnitt zwischen Edeka-Markt und der Arndtstraße  soll in den kommenden Monaten sein Gesicht verändern. Unser Foto entstand im Jahr 2009.

Mainzerstraßen-Abschnitt zwischen Edeka-Markt und der Arndtstraße soll in den kommenden Monaten sein Gesicht verändern. Unser Foto entstand im Jahr 2009.

Der mittlere Teil der Mainzer Straße, der Abschnitt zwischen dem Edeka-Markt und der Arndtstraße, wird in den kommenden Monaten sein Gesicht verändern. Monika Kunz, die Leiterin des Stadtplanungsamts, hat Anwohnern und Hausbesitzern im Hotel Kaiserhof jetzt die Pläne vorgestellt.

Anlass der Bürgerinformation war der Abschluss der Fallstudie „Städtebauliche Reaktivierung der Mainzer Straße“, die ein Unterprojekt „Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen“ des Bundes-Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ („ExWoSt“) ist.

Die wichtigsten Änderungen: Weitere elf Bäume sollen den Abschnitt zu einer Allee machen. Der Verkehr wird nur noch auf einer Fahrspur fließen. „Auf den Bürgerversammlungen haben sich die Anwohner immer wieder für mehr Parkplätze ausgesprochen“, erklärte Kunz. Also werde ein Fahrstreifen geopfert und in Fahrtrichtung rechts das Querparken erlaubt– so, wie es auf der linken Seite schon lange üblich ist. Zwischen Fahrbahn und neuen Parkplätzen soll auf der rechten Seite noch ein Radweg entstehen, erläuterte die Chefin des Sadtplanungsamts.

Die Verwaltung wird auch das Areal vor dem Edeka-Parkplatz neu gestalten. Die Hälfte des Geländes bleibt nach den aktuellen Plänen wasserdurchlässiger Splittbelag. Die andere Hälfte soll aber deutlich grüner, außerdem ein paar Sitzbänke aufgestellt werden. Noch nicht geklärt ist die Frage, wie es mit dem derzeit nicht genutzten Kiosk an der Abzweigung Mainzer Straße/ Arndtstraße weitergeht. Den Anwohnern, die zur Versammlung kamen, wäre es wohl lieber, wenn er verschwinden würde.

Architekt Carsten Dietz vom Urbanlaboratorium Baubar stellte sogenannte „Merkblätter“ vor, die im Rahmen des Projektes zu den Themen Baumscheiben, Fassaden, Fahrrad und Sauberkeit erschienen sind. Unter anderem sprach er von „Urban Gardening“ und „Guerilla Gardening“, bei dem Anwohner auf eigene Faust auf kleineren städtischen Flächen gärtnern. So wie am „Arndtstraßeneck“, wo die „Guerilla-Gärtner“ aber mit vielen stadttypischen Problemen zu kämpfen haben. Schätzungsweise 15 Kilogramm Hundekot klauben sie nach eigenen Angaben monatlich noch immer aus dem Flecken, den sie von einer Hundewiese zu einem Kleinod verwandeln wollen. Außerdem sind die gepflanzten Blumen offenbar so beliebt, dass sie gerne mal gestohlen werden. Die Baumscheiben-Paten bemängelten während der Versammlung außerdem, dass Straßenarbeiter oft zu wenig Rücksicht auf die zarten Pflanzen nehmen.

Offenbar gibt es auch ein großes Interesse, die Stromverteilerkästen in der Straße zu verschönern. Sei es mit einem sauberen Anstrich, Kinderbildern, Gemälden oder einem zu entwerfenden Quartierlogo. Beispiel könnte hier das Kreuzviertel in Münster sein. „Wir sind dabei, das mit den Stadtwerken zu klären“, sagte Kunz. Die Stadtwerke seien die Eigentümerin der Kästen, doch die Gespräche zögen sich bereits lange hin.
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