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Telefonbetrug: Rentnerin durchschaut neue Masche

Ein Mann hat versucht, per Telefon eine Rentnerin zu betrügen.

Ein Mann hat versucht, per Telefon eine Rentnerin zu betrügen.

Saarbrücken. Der erste Anrufer nannte sich Corrado Sena, hatte eine angenehme tiefe Stimme und angeblich eine gute Nachricht zu verkünden: „Herzlichen Glückwunsch! Sie haben ein Auto im Wert von 45 000 Euro gewonnen!, erzählte er SZ-Leserin Luise Werner (Name geändert). Der einzige Haken sei: „Das Auto muss in der Türkei abgeholt werden. Aber wir können das gerne für Sie erledigen. Dazu müssen Sie uns nur ein paar hundert Euro für den Transport und die Versicherung überweisen“, sagte Corrado Sena und fügte hinzu: „Wenn Sie das Auto nicht abholen lassen, müssen Sie Strafe zahlen.“

Luise Werner schöpfte sofort Verdacht und ließ sich nicht auf das Angebot ein: „Mich können Sie nicht übers Ohr hauen“, sagte sie, notierte sich den Namen und die Nummer des Anrufers und legte auf. Wenige Tage später meldete sich ein Mann bei ihr, der sich als Rechtsanwalt Andreas Meyer ausgab. „Ich bin Anwalt der ‚Werbeschutzinfo’ und habe gehört, dass Sie von dubiosen Anrufern belästigt werden. Ich kann dafür sorgen, dass das nie wieder passiert. Mein Einsatz kostet sie nur 75 Euro“, sagte er. Auch dieses Mal ließ sich Rentnerin Werner nicht dazu überreden, den geforderten Betrag zu überweisen. „Telefonbetrüger versuchen es immer wieder mit dieser dreisten Masche, oft mit Erfolg.  Die Angerufenen sollten sich auf keinen Fall darauf einlassen“, warnt Eva Ludwig von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.



„Wer für einen Gewinn in Vorleistung treten und Geld überweisen muss, kann davon ausgehen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Und eine Einrichtung mit dem Namen ‚Werbeschutzinfo’, die Verbraucher vor Telefonbetrügern schützt, gibt es nicht“, sagt Ludwig. Den Betroffenen rät sie, während der Gespräche Informationen über den Anrufer zu sammeln, etwa seine Rufnummer zu notieren, wenn diese auf dem Telefon- Display erscheint. Menschen, die auf die Masche hereingefallen sind, sollten die Polizei informieren und Strafanzeige stellen – statt, wie viele, den Betrug aus Scham für sich zu behalten. Um nicht mit betrügerischen Anrufen belästigt zu werden, empfiehlt Ludwig, „sorgsam mit den eigenen Kontaktdaten umzugehen und darauf zu achten, dass diese bei Abonnements oder Einkäufen im Internet nicht an Dritte weitergegeben werden“.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer SZ-Leser- Reporterin. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich entweder per SMS/Fax an Telefon (0681) 5 95 98 00 oder per Mail an leserreporter@ sol.de.
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