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Telefone von Polizei und Feuerwehr liefen heiß

An die 1000 Notrufe sind am Freitag zwischen 14 und 17.30 Uhr bei der Neunkircher Polizei eingegangen. Im Städtischen Klinikum gab es einen Wassereinbruch. In Heinitz wurde Umweltalarm ausgelöst.


Kreis Neunkirchen. "Wir hatten auf einen Schlag 100 Einsatzorte im Neunkircher Stadtgebiet." Michael Breuer, Leiter der Feuerwache Neunkirchen, fasste am Freitagabend auf SZ-Anfrage zusammen, was in den Stunden zuvor von den Wehrmännern und -frauen sowie den Helfern des Technischen Hilfswerks geleistet worden war. Insgesamt ein Team von 230 Köpfen, einschließlich Feuerwehrleuten aus Nachbarwehren.

Schwerpunkte der Einsätze nach heftigem Gewitter und Regen am Freitagnachmittag waren die Neunkircher Innenstadt sowie Wiebelskirchen. Ganze Straßenzüge standen unter Wasser, Unterführungen waren nicht mehr passierbar, berichtete Breuer weiter.

Viele Helfer packten im Städtischen Klinikum an. Breuer: "Dort war eine verstopfte Abwasserleitung der Dachentwässerung Ursache, dass Wasser durch die Decken Stockwerk für Stockwerk nach unten drang." Das Wasser konnte gestoppt werden. Der Krankenhausbetrieb ging weiter.

Einsatzorte gab es aber auch außerhalb des Neunkircher Stadtgebiets. Die Landsweiler Bürger beispielsweise, die in der Nähe des Klinkenthalcenters wohnen, trauten ihren Augen nicht, als sie am Freitag gegen 16.30 Uhr aus dem Fenster schauten. Denn die Kreisstraße stand von der Sport- und Kulturhalle gegenüber einer Tankstelle bis zur zentralen Ampelkreuzung komplett unter Wasser. Und auch die Gärten der Anwohner in der Lauerstraße wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der am Freitagnachmittag einsetzende Starkregen konnte vom in diesem Bereich kanalisierten Klinkenbach nicht mehr aufgenommen werden und staute sich hinter der Klinkenthalhalle. 

Landsweiler-Reden mit Kreisstraße, Hauptstraße und Saarbrücker Straße waren denn auch die Haupt-Einsatzorte für die Polizeiinspektion Illingen. Dazu kam die Brückenstraße in Merchweiler. Das erste Fahrzeug rückte wetterbedingt kurz nach 15 Uhr aus. Die Kollegen aus Neunkirchen meldeten ihren ersten Einsatz bereits um 14.07 Uhr. Zwischen 14 und 17.30 Uhr gingen dann an die 1000 Notrufe und Anrufe in der Falkenstraße ein, berichtete die Polizei am Abend auf SZ-Anfrage. Gesperrt werden musste in Neunkirchen die Kreuzung Bliestraße/Fernstraße und ebenfalls der Plättchesdohle. Umweltalarm wurde bei einer Firma in Heinitz, die Schmierstoffe lagert, ausgelöst. Substanzen waren in die Kanalisation gelangt. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, hieß es weiter.

Ein leeres Feuerwehrgerätehaus und eine Menge Privatautos, die im Alten Weiher abgestellt waren, deuteten am Freitagnachmittag auch auf einen größeren Einsatz der Ottweiler Feuerwehrleute hin. Doch sie mussten nicht in ihrer Heimatstadt mit den Folgen des Unwetters kämpfen. Die blieb nämlich, wie Löschbezirksführer Stefan Weißmann telefonisch erklärte, von Schäden durch das Gewitter und den Regen verschont. Anders dagegen präsentierte sich die Nachbarschaft. Weißmann: "Wir sind mit fünf Fahrzeugen und insgesamt 27 Kameraden nach Neunkirchen ausgerückt, um dort die Feuerwehr überörtlich bei deren Einsätzen zu unterstützen."

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