L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Teppich- Gauner prellt Saarländer um tausende Euro

Namborn. Er gibt vor, wertvolle Teppiche zu günstigen Preisen feilzubieten. Besonders Rentnern, die in abgelegenen Häusern wohnen, preist er seine Waren an – und haut die Senioren dann übers Ohr.

So hat der Teppich-Gauner laut Polizei einem Namborner Rentnerehepaar einen fünfstelligen Eurobetrag abgeluchst. Nach Angaben der Beamten ging er so vor:
Am Vormittag des 22. Januar verkaufte er den Senioren zwei angebliche Seidenbrücken für insgesamt 500 Euro. Dann überredete der Verkäufer den Mann (78), ihm mit mehreren zehntausend Euro aus einer „Notlage“ zu helfen. Er sprach von einem Container, der am Flughafen Frankfurt am Main stehe und für den er die Zollgebühren nicht bezahlen könne. Eine Geschäftspartnerin sei „überraschend abgesprungen“. Und es kam noch dicker: "Eine alte Masche", wie der Türkismühler Kriminalist Berthold Wagner weiß, der diesen Betrugsfall bearbeitet. Ebenfalls typisch sei, dass der betrügerische Händler, um sein Ziel zu erreichen fiel er bettelnd auf die Knie, sprach von „Existenzbedrohung“ und „schlimmen Folgen für seine Familie“. Er versprach, das Geld gleich am nächsten Tag zurückzahlen zu wollen. Der Mann erschien zwar tatsächlich, begleitet von einem Jungen (etwa 13) und ohne Geld. Er überredete sein Opfer wieder, ihm mehrere zehntausend Euro zu geben, sonst habe das „schlimme Folgen“ für seine Familie. Als Pfand ließ er, wie er behauptete, „einen 80 000 Euro werten Teppich aus einer Erbschaft“ da.

Der Mann ging mit dem Senior zur Bank, ließ sich das Geld aber – offensichtlich überwachungskamerascheu – vor dem Kreditinstitut aushändigen lassen. Danach verschwand er. Das Rentnerpaar wartet bis heute auf sein Geld. Was den Pfand-Teppich und die Brücken anbelangt, geht die Polizei davon aus, dass sie minderwertig sind. Bei ihr haben sich inzwischen mehrere Zeugen gemeldet, bei denen der Mann allerdings erfolglos geblieben ist. So soll er zwei Mal im Dezember vergangenen Jahres in Türkismühle und im Januar in Nohfelden versucht haben, Menschen um ihr Geld zu bringen. Und am vergangenen Dienstag meldete eine ältere Dame aus Stennweiler, die ebenfalls in einem recht abgelegenen Haus wohnt, dass der Mann versucht habe, ihr Teppiche zu verkaufen und bei ihr Geld zu erbetteln.

Die Polizei sucht einen Mann (40 bis 50), der etwa 1,70.Meter groß und etwas untersetzt ist. Er hat dunkelbraune glatte längere Haare und trug einen dunklen Tuchmantel. Der Mann sprach hochdeutsch mit ausländischem Akzent. Hinweise an Tel. 06852/9090. szn/bie


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