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Terrassenmord-Angeklagte: "Ich bin keine Axtmörderin“

Im Terrassenmord-Prozess vor dem Schwurgericht wurden am Freitag die Plädoyers gehalten. Oberstaatsanwalt und Nebenklage forderten lebenslange Haft. Die Angeklagte (32) und ihr Verteidiger wollen Freispruch.

Saarbrücken. „Ich habe viele Fehler im Leben gemacht. Aber ich bin keine Axtmörderin. Ich habe meinen Lebensgefährten Knut J. nicht umgebracht.“ Mit einem persönlichen Appell der 32-jährigen Angeklagten an die Richter des Schwurgerichts endete am Freitag der vorletzte Prozesstag im Fall des so genannten Terrassenmordes von Klarenthal.

Urteil soll am Dienstag fallen
Am Dienstag wollen die Richter ihr Urteil zum gewaltsamen Tod von Knut J. (47) verkünden. Sie haben die Wahl zwischen Freispruch und Verurteilung zu lebenslanger Haft wegen Mordes.

"Nur die Angeklagte bleibt übrig"
Der Oberstaatsanwalt und die Anwälte der Familie des Getöteten haben eine Verurteilung gefordert. Ihrer Ansicht nach hat die Angeklagte ihren Lebensgefährten aus Habgier umgebracht, nachdem er sie zur Alleinerbin eingesetzt hatte. Die Frau habe den Mann in der Nacht zum 1. Oktober 2009 mit einer Axt erschlagen, während er auf der Terrasse des gemeinsam genutzten Hauses schlief.

Die Ankläger stützen sich dabei ausschließlich auf Indizien. Ihr Fazit: „Am Ende bleibt nur die Angeklagte übrig, die es gewesen sein kann.“

Freispruch oder lebenslange Haft?

Für den Verteidiger sind dies Spekulationen. Die Fakten ließen auch ganz andere Rückschlüsse auf ganz andere Tatabläufe und andere mögliche Täter zu. Stichhaltige Beweise allein gegen die Angeklagte gebe es nicht. So blieben am Ende vernünftige Zweifel an der Schuld der 32-Jährigen, die freizusprechen sei.

Zudem müsse man zu sehen: „Wenn jemand geplant und aus Habgier jemanden umbringen will, dann macht er das doch nicht so.“ Auf der eigenen Terrasse, zur Nachtzeit, mit einer Axt aus dem Haushalt. Da gerate man doch sofort automatisch unter Verdacht. wi







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