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Terrorverdacht nach Macheten-Angriff am Louvre

Polizisten im November 2015 an einem Eingang des Louvre.

Polizisten im November 2015 an einem Eingang des Louvre.

Nach einer Attacke mit einer Machete am weltberühmten Pariser Louvre hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Terrorverdachts eingeleitet. Das teilte die Behörde mit.

Ein Mann hatte sich am Vormittag mit einer Machete bewaffnet auf eine Militärpatrouille gestürzt und dabei «Allahu akbar» («Gott ist groß») gerufen. Ein Soldat eröffnete anschließend das Feuer und verletzte den Angreifer schwer, wie Polizeipräfekt Michel Cadot sagte.

Ein weiterer Soldat sei leicht verletzt worden. Der Mann hatte zwei Rucksäcke bei sich, in denen aber kein Sprengstoff gefunden wurde. Möglicherweise habe der Mann auch eine zweite Waffe bei sich gehabt, erläuterte Cadot.

Nach der Macheten-Attacke wurde noch eine zweite Person festgenommen. «Sie befand sich vor Ort», sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet. Die Ermittlungen müssten zeigen, ob es eine Verbindung zu dem Angriff auf eine Militärpatrouille gebe. Auch im Hinblick auf das Motiv des Angreifers warnte er vor voreiligen Schlüssen.

Der Angriff ereignete sich in einem Treppenhaus, das von einem Platz neben dem Louvre in ein unterirdisches Einkaufszentrum, das «Carrousel du Louvre», führt. Laut Cadot stürzte der Mann sich auf die Sicherheitskräfte und stieß dabei Drohungen aus. Ein Soldat gab fünf Schüsse ab und traf den Angreifer im Bauch.

Das Museum, das jährlich von Millionen Menschen aus aller Welt besucht wird, wurde nach dem Zwischenfall zunächst geschlossen. Die im Louvre anwesenden Besucher müssten im Inneren bleiben, sagte eine Mitarbeiterin des Museums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Es komme niemand mehr rein oder raus. Laut Cadot waren etliche Besucher davon betroffen, sie sollten nach Überprüfungen in kleinen Gruppen aus dem Gebäude gebracht werden.

Frankreich war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Ziel islamistischer Terroranschläge, im Land gilt deshalb der Ausnahmezustand.
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