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Thanos Petsos will gegen Köln in die Startelf

Kaiserslautern. Kader-Verbreiterung. Viel mehr war diesem jungen Mann, allem Talent zum Trotz, nicht wirklich zuzutrauen, als bekannt wurde, dass Thanos Petsos leihweise für ein Jahr von Bayer Leverkusen zum 1. FC Kaiserslautern kommen würde. Eine Vize-Meisterschaft mit der Leverkusener A-Jugend, eine Handvoll Regionalliga-Einsätze und ein einziges, wenn auch brauchbares Bundesliga-Spiel – mehr hatte er nicht vorzuweisen. Eigentlich zu wenig, um sich in der Innenverteidigung oder dem defensiven Mittelfeld gegen die arrivierten Kräfte durchzusetzen.

Petsos musste warten. Und warten. Und als er dann an der Reihe war – nach einem ersten, recht ansehnlichen Auftritt als rechter Verteidiger gegen den VfB Stuttgart – und von Trainer Marco Kurz auf der neuralgischen Position im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, sah er gegen den 1. FC Nürnberg in seinem dritten Bundesliga-Spiel gleich die Rote Karte. Es hätte den keimenden Hoffnungen, mehr als diese Kader-Verbreiterung zu sein, ein jähes Ende bereiten können. „Ich war nicht darauf vorbereitet. Ich hatte damit gerechnet, dass ich Gelb bekommen würde, aber nicht Rot“, erinnert sich der 19-Jährige.
Aber er hat sich nicht in Selbstmitleid oder Vorwürfen gegen Schiedsrichter Tobias Welz verkrochen: „Ich wusste, dass ich bis dahin ein gutes Spiel gemacht hatte und dass ich das abhaken muss.“ Er hat es abgehakt – und sich angeboten. Spätestens seit der Systemumstellung auf nur einen Stürmer kamen seine Stärken endgültig zum Tragen. Petsos mag zwar nicht die Defensiv-Erfahrung seiner Konkurrenten Jiri Bilek oder Bastian Schulz haben, ist aber der modernere Spieler. Einer, dem man seine technischen Fähigkeiten bei den ersten Ballkontakten ansieht. Und damit einer, den Trainer Marco Kurz schätzt.

Doch ist es schwer für Petsos, sich genauere Ziele für 2011 zu setzen. Als Mannschafts-Mitglied auf Zeit kann er nur kurzfristig denken, Ambitionen für sechs Monate: „Gesundheit, natürlich. Und in erster Linie so viele Spiele wie möglich machen.“ Er muss Leistung für zwei Vereine zeigen. Und auch wenn FCK-Chef Stefan Kuntz sagt, dass „alle Seiten an einer frühen Entscheidung interessiert sind“, wird sich noch herausstellen müssen, wann fest steht, wohin ihn sein Weg in der nächsten Saison führt.
Bis dahin gilt seine Konzentration dem FCK. Das Vertrauen des Trainers hat Petsos auch im Trainingslager im spanischen Lomas de Campoamor. Kurz ließ ihn auch im Testspiel gegen den niederländischen Champions-League-Teilnehmer Twente Enschede von Beginn an spielen. Am Ende gab es ein überaus deutliches 4:1 für den FCK. „Ich fühle mich wohl in dieser Mannschaft“, sagt Thanos Petsos und darf hoffen, auch am Sonntag zum Rückrundenauftakt um 17.30 Uhr auf dem Betzenberg in der Startelf des FCK gegen Köln zu stehen. Dafür, dass er nicht mehr sagen kann, sagt das schon recht viel.

 

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