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Tierasyl Saargemünd verweigert Zusammenarbeit mit Saarländern

Saarbrücken. Für einige Tierfreunde aus dem Saarland, die sich in der Organisation „Tiere kennen keine Grenzen“ zusammengeschlossen haben, werden die Zeiten hart. Diese meist freiwilligen Helfer, die sich in der Betreuung und Vermittlung von herrenlos gewordenen Hunden und Katzen engagieren, haben zum Tierheim in Saargemünd keinen Zutritt mehr. Und auch die Verantwortlichen der Tierheime von Forbach und Sarrebourg haben jüngst in einem Bericht der Metzer Zeitung „Républicain Lorrain“ zum Ausdruck gebracht, dass sie mit den deutschen freiwilligen Helfern ihre Schwierigkeiten hätten. Darüber hinaus hat die Chefin des Tierheims von Forbach, Martine Zannier, in einem Schreiben an die oberste Verwaltung der französischen Tierschutzvereine in Paris ihren Rücktritt angeboten. Der Chef des Tierheims in Sarrebourg sieht sich ebenfalls von den Tierschützern auf saarländischer Seite bedrängt, sagt aber zur Zeitung: „Mit der Kraft der Geduld hat man sich arrangiert.“

Nun verstehen die Tierschützer auf saarländischer Seite die Welt nicht mehr. Sie verweisen darauf, dass es doch in einer beispiellosen Aktion vor vier Jahren gelungen sei, in gemeinsamer Anstrengungen von lothringischen Tierheimen und saarländischen Tierschützern über 100 Hunde zu vermitteln.

Damals waren in einem Haus bei Nancy von der Polizei über 200 verwahrloste Hunde sichergestellt worden, die sich unkontrolliert vermehrten. Den tierlieben Besitzern war darüber hinaus die Reinhaltung der Tiere über den Kopf gewachsen. Auf mehrfache Anzeigen der Anwohner waren die Ordnungskräfte daraufhin tätig geworden.

Kooperation mittlerweile unerwünscht

Anschließend bemühten sich die Aktivisten von „Tiere kennen keine Grenzen“ und die lothringischen Tierheime in enger Abstimmung die Vierbeiner in gute Hände zu vermitteln. Man bot die Hunde auf der Website an, man führte die Hunde spazieren, um sie wieder an den Kontakt mit Menschen zu gewöhnen. Man tat alles Mögliche, um die Tierheime, die ob des unerwartet gewaltigen Andrangs aus allen Nähten platzten, zu entlasten.
 
Alles ging gut, bis das Tierheim von Saargemünd im letzten Sommer eine neue Chefin bekam. Plötzlich war die seit langer Zeit gepflegte Kooperation nicht mehr erwünscht. Man bedeutete den saarländischen Tierschützern, dass sie sich zurückzuhalten hätten. Schließlich kam es zur Konfrontation, als im Zuge der Vermittlung von einigen jungen Hunden plötzlich eine Reihe von Welpen fehlten. Nun wurde seitens des Tierheims der Vorwurf erhoben: „Die saarländischen Tierschützer haben sie gestohlen.“ Doch von ihrer Seite wird der Vorwurf genau so vehement zurückgewiesen: „Das stimmt ja überhaupt nicht.“ Doch seither sind die Türen für die freiwilligen Helfer von der Saar verriegelt.Einerseits heißt es auf lothringischer Seite, Saarländer seien beim Tierschutz zu forsch: „Die sind ja 1000-prozentig.“ Andererseits wird auf saarländischer Seite aber auch eingeräumt, dass einige der Tierschützer im Einzelfall sehr fordernd aufgetreten seien. Nun hoffe man auf Vermittlung.
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