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Tiere vom Umtausch ausgeschlossen

Saarbrücken. „Mama, Papa, ich will vom Christkind einen Hund, eine Katze oder ein süßes Kaninchen" – Kinderwünsche zu Weihnachten, die nicht selten verbunden sind mit einem großen treuen Augenaufschlag und einem dicken Versprechen: „Ich werde mich auch garantiert darum kümmern!" Aber, was heißt es eigentlich, sich darum zu kümmern und vor allem, welche Kosten ziehen die Anschaffung eines Haustieres nach sich?

Kümmern heißt für Werner Kirsch vom Tierschutzbund Saar, sich im Vorfeld schlaumachen, was auf einen Halter zukommt. „Leider sind es vor Weihnachten meistens Spontankäufe der Eltern oder Großeltern. Über die Folgekosten machen sie sich aber zu wenige Gedanken", sagt Kirsch. Und wie bereits in der Vergangenheit, so glaubt der Tierschützer, dass auch jetzt nach Weihnachten wieder „überdurchschnittlich viele Tiere" im Tierheim landen, ähnlich, wie vor jeder Urlaubszeit.

Mehrschweinchen, Hamster, Kaninchen sehen zwar niedlich aus, aber wollen auch bezahlt werden: Zu den Anschaffungskosten (zwischen 15 und 40 Euro im Durchschnitt) zählen Käfig, (der etwa zwischen 40 und 80 Euro kostet, je nach Größe), Fress- und Trinknapf, ein Spiel- und Schlummerhäuschen, Spielsachen, alles jeweils etwa um die zehn Euro. Für die Tiernahrung sollten etwa zehn Euro pro Woche kalkuliert werden.

Hunde und Katzen sind da schon etwas teurer. Nicht nur in der Anschaffung. Die Erstausstattung für eine Katze, wie Katzenklo, Futter- und Trinknapf, Kratzbaum und Kratzbrett, kostet ab 80 Euro aufwärts, schätzt Kirsch. Während eine Katze mit einem bis drei Euro am Tag für ihr Futter auskommt, sind es bei einem mittelgroßen Hund etwa fünf Euro, natürlich je nach Futtersorte.

Kirsch empfiehlt, Hunde und Katzen unbedingt impfen und entwurmen zu lassen, Kosten: jeweils zwischen 30 und 40 Euro. Eine Kastration oder Sterilisation, die der Tierschützer ebenfalls empfiehlt, kostet etwa 95 Euro. „Außerdem sollte der Hundehalter überlegen, ob er seinen Hund versichert", erklärt Kirsch. Eine Haftpflichtversicherung hält er für dringend notwendig, Kosten etwa 120 Euro im Jahr.

Die Hundesteuer ist die bisher einzige Steuer auf Tiere in Deutschland. Die Stadt Saarbrücken zum Beispiel berechnet für den ersten Hund 90 Euro, Saarlouis nimmt 60 Euro und Spitzenreiter im Saarland ist Völklingen mit 104 Euro.

Jeder weiterer Hund koste generell das Doppelte, meint Kirsch.
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