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Tierquäler setzte 22 Zwerghamster in Eimern aus

Saarbrücken. Bis 17.45 Uhr ist der 17. Juli ein Sonntag wie jeder andere. Dann erlebt Monika Heik bei ihrer Arbeit als Ehrenamtliche im Saarbrücker Bertha-Bruch-Heim einen der schlimmsten Fälle von Tierquälerei, der ihr je untergekommen ist. Heik erinnert sich: „Stammspaziergänger Roger Paulet kam mit einem Eimer vom Spaziergang zurück. Er erwähnte, draußen stünden noch mehr davon. Wir entdeckten zwei weitere Eimer zwischen geparkten Autos in der Nähe des großen Müllcontainers.“

Die Deckel sind mit einer Schere oder einem Schraubenzieher durchlöchert worden. Nasses Heu füllt die Eimer etwa zu einem Drittel.

Kein Wunder: An diesem Nachmittag hat es ununterbrochen geregnet. In den Eimern sind 22 Hamsterchen gefangen, Dsungarische Zwerghamster, wie Heimchefin Josephine Mathis herausfindet. Nicht alle sollten die Tortur überleben.

Fünf der pelzigen Winzlinge sterben in den folgenden Tagen. Die Überlebenden brauchen nun ein gutes Zuhause.
Damit das klappt, listet die Kleintierabteilung des Tierheims das Wichtigste auf, was Interessenten wissen sollten: Hamster sind absolute Einzelgänger und dürfen nur allein gehalten werden. Das gilt ganz besonders für Dsungarische Zwerghamster, die aggressiv auf Artgenossen reagieren. Ausgenommen davon sind Geschwister und Pärchen.
Dschungarische Zwerghamster werden bis zu drei Jahre alt. Ihre Lebenserwartung hängt jedoch besonders vom Sachverstand des Halters ab.

Um ihnen ein abwechslungsreiches und artgerechtes Leben zu ermöglichen, sollte ihr Käfig mindestens einen Meter lang, 50 Zentimeter groß und 40 Zentimeter breit sein. Denn die Kerlchen mögen zwar winzig sein, aber sie brauchen viel Platz, bevorzugt auf mehreren Etagen. Dafür eignen sich umgebaute Aquarien besser als Käfige. Auch die Ernährung sollte den Bedürfnissen der Minis angepasst sein. Dazu gehören hochwertiges Trockenfutter, Frischfutter, Obst und Zweige.

Ausführliche Informationen zur artgerechten Haltung gibt es im Tierheim außer montags täglich von 13 Uhr bis 17 Uhr unter Telefon (0681) 53530.
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