L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

Priorität: Dringend

9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
9°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Tierschützer begrüßen Jagdgesetz-Entwurf

Saarbrücken. Der Entwurf des neuen Jagdgesetzes weist nach Ansicht des saarländischen Tierschutzbundes in die richtige Richtung. Mit 4000 Mitgliedern und 17 Mitgliedsvereinen ist der Tierschutzbund die mitgliederstärkste Tierschutzorganisation im Land. Tierschutzbund-Landeschef, Werner Kirsch, begrüßte auf der Mitgliederversammlung am Freitag in Saarbrücken das geplante Abschussverbot von Haustieren und das Verbot der Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren. „Bisher brauchte der Jäger lediglich zu sagen, dieser Hund hat gewildert, und dann wurde er abgeschossen,“ sagte Kirsch. Mit dieser „vorsintflutliche Regelung“ müsse Schluss gemacht werden, so Kirsch. Nur so würden Hunde und Katzen nicht länger gefährdet sein, im Freien „von Jägern abgeknallt zu werden“.

Über jenes Verbot, wonach Jagdhunde nicht mehr an flugunfähig gemachten Vögeln und Raubwild wie etwa Füchsen ausgebildet werden dürfen, sei Kirsch sehr froh. Abgesehen von den tierschutzrelevanten Neuregelungen des Jagdgesetzes, mahnte der Vorsitzende des Tierschutzverbandes an, die bisherige Schonzeiten-Regelung für Füchse nicht abzuändern. Dazu sagte Kirsch: „Uns ist wichtig, dass diese Regelung nicht verkürzt oder gar abgeschafft wird.“

Weiter forderte Kirsch die bisher praktizierte Kirrung, also das gezielte Anfüttern von Wild, um dieses für den Abschuss anzulocken, komplett abzuschaffen. „Die Kirrung sollte den Jägern nicht dazu nützen das Wild leichter zu erlegen, sondern es sollte im Gegenteil in Notzeiten den Tieren helfen nicht zu verhungern,“ unterstrich Kirsch.

Angaben des Umweltministeriums zufolge sei die Anhörung der saarländischen Tierschutz- und Naturschutzorganisationen abgeschlossen. In einem nächsten Schritt müssten die Stellungnahmen der Vereine und Verbände im Umweltministerium ausgewertet werden, hieß es. bera
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein