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Tierschützer werben für Katzenmädchen, die unbedingt zusammenbleiben sollen

 Marcel (links) und Cleo rechts daneben.

Marcel (links) und Cleo rechts daneben.

Wer wollte dieses wunderbare Paar bloß loswerden? Marcel und Cleo wurden in einem Karton ihrem Schicksal überlassen. Beide waren nicht kastriert. Ihre Betreuer im Bertha-Bruch-Tierheim sorgten dafür, dass die beiden den Eingriff schnell hinter sich bringen konnten. Sie sind höchstens zwei Jahre alt und wollen ihren Tatendrang beim Freigang ausleben. Auf jeden Fall muss Marcel sich vom Stress erholen, dem er in den vergangenen Wochen ausgesetzt war. Daher könnte der vorübergehende Haarausfall rühren, der Marcels Betreuern auffiel. Ausschließen lässt sich bei dem Kerlchen aber auch eine Futterallergie nicht. Eins ist aber jetzt schon klar. Marcel und seine Freundin Cleo sollen zusammenbleiben, sind sie doch ein Herz und eine Seele.

Lissy musste mit ihrer verschmusten Wohnungsgenossin Angel  ins Tierheim, da ihr Frauchen sie nicht mehr versorgen konnte. Leider ein Schicksal, das den Tierschützern allzu vertraut ist. „Es passiert immer wieder, dass ältere Menschen ihre Tiere nicht mehr versorgen können. Die sind dann auch nicht mehr jung und finden sehr schwer, ein Zuhause“, sagt Best.

 

Katzenpaare bieten Vorteile im Doppelpack

Viele entscheiden sich für eine einzelne Katze, haben aber im Grunde gar nicht die Zeit, sich um das Tier zu kümmern. Dann ist ein Paar eine gute Alternative – wenn es sich denn verträgt. Ex- pertin Barbara Best vom Tier- schutzverein Saarbrücken trug für die SZ zusammen, was für Katzenpaare spricht. Und wo es schwierig werden könnte.

Es gibt viele Gründe, sich zwei Katzen nach Hause zu holen. Oft wächst nach einiger Zeit der Wunsch nach einer zweiten Katze. Vergesellschaftung ist jedoch bei Katzen nicht immer einfach. Da fliegen schon mal die Fetzen. Oft klappt es überhaupt nicht.

Je länger eine Katze Menschen und Revier für sich hatte, desto weniger will sie teilen. Dagegen verstehen Wurfgeschwister oder Katzen aus einer Gruppe sich meist problemlos. Bei reiner Wohnungshaltung vermittelt das Tierheim nur Paare. Alles andere ist auf Dauer nicht artgerecht. Zwei Katzen können sich miteinander beschäftigen, wenn ihre Menschen auf der Arbeit sind. Abends wird dann geschmust und gespielt. Auch bei Freigang ist es schön, wenn sich zwei Katzen das Revier teilen können. Und in der übrigen Zeit im Haus oder in der Wohnung können sie sich zusammen gut beschäftigen. „Wir trennen Katzenpaare nicht, die zu uns kommen und sich verstehen“, sagt Expertin Barbara Best. Natürlich seien bei zwei Katzen die Tierarztkosten ein Thema. Aber die Haltungskosten seien kaum höher als bei Einzelkatzen. Mit den vergleichsweise preiswerten Futtergroßpackungen lasse sich einiges sparen.

Weitere Informationen über die Katzen in dieser Serienfolge gibt das Bertha-Bruch-Tierheim täglich von 14 bis 17 Uhr (außer montags) unter Telefon (06 81) 5 35 30.
 

 
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