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Timo Boll gewinnt energis Masters in Saarbrücken

Saarbrücken. Er tänzelt um den Tisch herum, spielt außerhalb des Spielbereichs hinter der Bande weiter, er ahmt seinen Gegner Zoran Primorac nach – Tischtennisstar Jan-Ove Waldner hat sichtlich viel Spaß beim diesjährigen energis Masters. Und das überträgt sich auch auf die Zuschauer. Jubelnd und begeistert erfreut sich die ausverkaufte Joachim-Deckarm-Halle an den Kunststückchen von Olympiasieger Waldner.

Beim sechsten energis Masters in Saarbrücken traf sich am Samstag wieder die Elite der Tischtenniswelt und kämpfte um den Siegerpreis von 12 000 Euro. Auch wenn nicht alle angekündigten Stars kommen konnten. Europameister Michael Maze beispielsweise hatte sich im Training in Dänemark eine Fleischwunde an der Wade zugezogen, die genäht werden musste. Und Mixed-Weltmeister Li Ping aus China bekam letztlich keine Anreiseerlaubnis, weil der chinesische Verband kurzfristig ein verbindliches Qualifikationsturnier ansetzte.

Dafür sprangen die Bundesliga-Spieler Wang Xi (China) und Robert Svensson (Schweden) ein. Doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Denn nicht alle Teilnehmer gingen mit dem Siegesanspruch in das Turnier, die Show stand im Vordergrund. „Ich hatte keine Chance zu gewinnen“, erklärte beispielsweise Jan-Ove Waldner, der noch seine Muskelzerrung am Auskurieren ist. „Und so kann man dann auch mal für die Zuschauer ein bisschen Show machen“, sagte er und grinste. Auch Andrej Gacina vom Tischtennis-Bundesligisten 1. FC Saarbrücken wollte den rund 2500 Begeisterten in der Halle ein ansehnliches Turnier bieten – mit dem Ergebnis, dass er wie Waldner beide Spiele in der Gruppenphase verlor (1:3 gegen Wang Xi und 0:3 gegen Werner Schlager). „Ich habe das Gefühl, dass ich zu freundlich gespielt und nicht richtig gekämpft habe“, meinte der Kroate Gacina selbstkritisch.

Ähnlich unterhaltsam sah die Vorrunde auch beim Vorjahressieger Timo Boll aus. Erst am Vorabend des Turniers war er nach über 20 Stunden Anreise aus China in Saarbrücken eingetroffen – und löste seine beiden Vorrunden-Aufgaben Robert Svensson und Chen Weixing dennoch scheinbar locker mit 3:0. Aber nur mit scheinbarer Leichtigkeit. „Das sah vielleicht einfach aus, aber das sind auch alles Topleute aus der Bundesliga.“ Im Spiel gegen Wang Xi musste Boll schon einiges aus sich herausholen, um zu siegen (3:1). „Und im Finale hat man dann gesehen, dass ich ein Kämpfer bin“, meinte Boll strahlend. Das Duell gegen Dimitrij Ovtcharov raubte den Zuschauern fast den Atem. Ein Schmetterball folgte dem anderen, beide Profis schenkten sich nichts. Erst nach 45 Minuten stand Boll als Sieger fest.

„Im Finale hat man dann gesehen, dass ich ein Kämpfer bin.“ Timo Boll

Auf einen Blick

Ergebnisse der energis Masters:

Vorrunde: Gruppe A: Chen Weixing gegen Robert Svensson: 3:2, Robert Svensson gegen Timo Boll: 0:3, Chen Weixing gegen Timo Boll: 0:3; Gruppe B: Jan-Ove Waldner gegen Zoran Primorac: 0:3, Dimitrij Ovtcharov gegen Jan-Ove Waldner: 3:0, Zoran Primorac gegen Dimitrij Ovtcharov: 0:3; Gruppe C: Andrej Gacina gegen Wang Xi: 1:3, Andrej Gacina gegen Werner Schlager: 0:3; Wang Xi gegen Werner Schlager: 3:1; Gruppe D: Patrick Baum gegen Mikael Appelgren: 3:0, Mikael Appelgren gegen Jörgen Persson: 1:3, Patrick Baum gegen Jörgen Persson: 3:2.

Halbfinale: Timo Boll gegen Wang Xi: 3:1, Patrick Baum gegen Dimitrij Ovtcharov: 0:3.

Finale: Dimitrij Ovtcharov gegen Timo Boll: 2:3.

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