A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Tischtennis-Europameister beim energis-Masters in Saarbrücken

Saarbrücken. Michael Maze weiß, wie das ist, wenn die ganze Halle gegen ihn ist. Das hat der Tischtennis-Europameister im vergangenen September erlebt. In Stuttgart war es, als dem 28-jährigen Dänen das Kunststück gelang, den deutschen Top-Star Timo Boll bei dessen Heimspiel gleich zwei Mal zu bezwingen. Noch kurioser dabei: In den 20 offiziellen Vergleichen zuvor war Maze stets als Verlierer vom Tisch gegangen. Der Gewinn des EM-Titels im Einzel (im Finale gegen Ex-Weltmeister Werner Schlager aus Österreich) war der endgültige Durchbruch für einen Spieler, der lange Jahre „nur“ als großes Talent galt.

„Das war schon eine Befreiung. Timo ist so gut, er verliert so selten gegen Europäer. Ich habe diese Spiele und diese Atmosphäre einfach genossen“, sagt Maze heute. Aber er hat auch eine einfache Erklärung für seinen Aufschwung und den großen Erfolg: Ruhiger sei er geworden. Der Heißsporn vergangener Tage ist einem fokussierten Spieler gewichen, der sein Potenzial nun voll ausschöpft. „Außerdem bin ich fitter, darauf lag im Vorfeld dieser Saison der Fokus“, erklärt der Linkshänder. Alles Voraussetzungen, die ihm im Stuttgarter Hexenkessel Porsche-Arena, in dem der Großteil der 6300 Zuschauer Boll siegen sehen wollten, kühlen Kopf bewahren ließ.

Ganz so viele Zuschauer werden es am 16. Januar in Saarbrücken nicht sein, wenn Maze erstmals beim energis-Masters in der Joachim-Deckarm-Halle aufschlagen wird. Trotzdem: Da auch Boll am Start sein wird, hätte er in einem direkten Duell nur wenige Fans auf seiner Seite. Doch gleichzeitig hofft er auf diese Revanche – genau wie Fans und Veranstalter. „Es ist so aufgezogen, dass es um die EM-Revanche geht“, sagt Günter Müller, der das Einladungsturnier seit seiner Entstehung vor sechs Jahren organisiert.

Aus diesem Grund hat er auch keinen der Top-Chinesen aus der Weltrangliste verpflichtet, sondern lediglich den Mixed-Weltmeister Li Ping. „Mit einem der Top-Chinesen wäre es einfach zu viel gewesen. Das heben wir uns dann für 2011 auf“, sagt Müller.

Michael Maze wird es recht sein. Der Weltranglisten-Neunte will in Saarbrücken Spaß haben und beweisen, dass der Erfolg von Stuttgart keine Eintagsfliege war. „Das Turnier passt optimal in meine Vorbereitung, außerdem kommen viele gute Spieler. Ich freue mich auf die Jungs“, sagt Maze. Unter anderem auf die lebende Legende Jan-Ove Waldner, das Vorbild des Dänen zu Jugendzeiten. Bei einem Spiel gegen ihn – das hat Maze schon versprochen – wird es auch Show geben. „Darauf können sich die Fans ohnehin freuen“, meint er. Nur wenn es gegen Timo Boll geht, wird es wohl ernster zur Sache gehen. Und Michael Maze wird es genießen. Selbst wenn dann die ganze Joachim-Deckarm-Halle gegen ihn ist.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein