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Tischtennis-Masters Saarbrücken ohne Timo Boll

Saarbrücken. Das siebte „Energis-Tischtennis-Masters“ hatte noch nicht richtig begonnen, da war es für den besten Spieler der Welt und Topfavoriten auf den Sieg schon vorbei. Nachdem er sich standesgemäß warmgespielt hatte, beichtete Timo Boll über das Hallenmikrofon den 2200 Zuschauern in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle bei der Vorstellung der Teilnehmer, dass er aufgrund einer tags zuvor erlittenen Zerrung der Patellasehne nicht teilnehmen könne.



Die Enttäuschung, dass der Weltranglisten-Erste nicht in Aktion zu sehen sein würde, machte sich akustisch im Publikum bemerkbar. „Es ist natürlich schade, dass Timo nicht mitspielen konnte. Aber ich muss es ihm hoch anrechnen, dass er gekommen ist und es versucht hat“, sagte Veranstalter Günther Müller. Und so stand Boll seinen Fans das gesamte Turnier für Autogramme und Fotos zur Verfügung. „Ich soll laut Arzt eine Woche Pause einlegen“, erklärte der sichtlich enttäuschte Boll. Ein Gutes hatte die Angelegenheit aber, wie der 42-jährige schwedische Altmeister Jörgen Persson bemerkte: „Das Feld ist ausgeglichener.“ Das Rennen machte letztendlich Li Ping. Der chinesische Nationalspieler setzte sich im Finale in vier Sätzen (5:11, 11:5, 11:5, 11:8) gegen Persson durch, der den Zuschauern eine Top-Leistung bot. Während Li Ping in seiner Gruppe trotz einer 2:3-Niederlage gegen Werner Schlager das Halbfinale erreicht hatte, konnten sich Persson, Yang Xi und Dimitrij Ovtcharov ungeschlagen durchsetzen.

Aggressivität im Angriffsspiel

Das spektakulärste Spiel des Tages war die Begegnung der Abwehrspieler Chen Weixing und Yang Xi, die sich, entgegen ihrer eigentlichen Spieleinstellung, in punkto Aggressivität im Angriffsspiel in nichts nachstanden. Yang Xi siegte knapp mit 3:2. Der bemerkenswerteste Ballwechsel hingegen blieb Tischtennis-Legende Jan-Ove Waldner und „Dima“ Ovtcharov vorbehalten. In ihrem Vorrundenduell spielte Waldner einen Ball aus der Ballonabwehr über die Dachstreben der Halle, den nächsten spielte er weit entfernt vom Tisch als flachen Unterschnittball auf Ovtcharovs Tischhälfte. „Dima“ spielte den Abwehrschlag Waldners zwischen den eigenen Beinen zurück – die Halle stand Kopf. Das Spiel ging mit 3:1 an „Dima“, der jedoch im Halbfinale beim 0:3 gegen Persson keine Chance hatte.

10 000-Euro-Prämie

Persson hatte zuvor schon Ovtcharovs deutschen Nationalmannschaftskollegen Patrick Baum nach einem 0:2-Satzrückstand aus dem Turnier geworfen. „Unglaublich, was der ,alte Schwede' leistet“, sagte Günther Müller. Der Frage, ob Persson aufgrund seiner eigenen starken Leistung nicht überrascht sei, entgegnete der Schwede mit Verwunderung: „Nein, denn ich trainiere sehr hart.

“ Für den ganz großen Wurf in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle reichte es aber nicht, obwohl Persson die Zuschauer auf seiner Seite hatte. Im Finale blieb er gegen Li Ping nach 1:0-Satzführung ohne Chance. Der Chinese durfte sich über die 10 000-Euro-Prämie freuen. Und auch Veranstalter Günther Müller war zufrieden – trotz Bolls Absage. Er verkündete nach dem Turnier: „Wir werden es 2012 wieder machen.“

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