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Toaster & Co. sind im Saarbrücker Rathaus tabu

In der Stadtverwaltung ist eine private Elektroabteilung tabu (Symbolfoto).

In der Stadtverwaltung ist eine private Elektroabteilung tabu (Symbolfoto).

Saarbrücken. 246 Kaffeemaschinen, 38 Mikrowellenherde, sechs Kühlboxen, drei Teemaschinen, zwei Waffeleisen, ein Backofen, eine komplette Kleinküche, und, und, und… 1031 elektrische Helfer hat das Personal der Stadt Hagen von daheim mitgebracht und an die Steckdosen der Amtsstuben gehängt (SZ vom Dienstag, Seite A 1). Jährliche Stromkosten dieses Privatmaschinenparks: 20 000 Euro. Plus 3,50 Euro pro Gerät für die Wartung, die dort eine Fremdfirma erledigt und städtische wie private Elektrogeräte gleichermaßen auf Sicherheit prüft. Oberbürgermeister Jörg Dehm (CDU) hat jetzt seinen Mitarbeitern die privaten elektrischen Helferlein verboten. Und wie ist das im nur wenig kleineren Saarbrücken mit privaten Elektrogeräten?

Private Elektroabteilung schon heute tabu

In der Stadtverwaltung ist eine private Elektroabteilung wie in Hagen schon heute tabu. Dazu Stadtsprecher Thomas Blug: „Im Allgemeinen sind private Elektrogeräte wie Aquarien, Waffeleisen, Kühlschränke etcetera verboten.“ Es gebe aber Ausnahmen, zum Beispiel Wasserkocher zur Zubereitung von Tee oder Kaffee oder Ventilatoren. Diese seien erlaubt, wo es zum Beispiel keinen Sozialraum im Sinne der Arbeitsstättenverordnung oder klimatisierte Arbeitsplätze für die Beschäftigten gibt. Die Privatgeräte sollen helfen, dieses Manko ausgleichen.

Grundsätzlich müssten alle Elektrogeräte, ob dienstlich oder privat, das GS- oder VDE-Zeichen tragen. „Werden bei Prüfungen Geräte gefunden, die nicht die Standards einhalten, werden diese stillgelegt, was höchst selten vorkommt.“ Dabei prüfe die Stadt regelmäßig alle elektrischen Geräte auf Sicherheit, um zum Beispiel Brände zu vermeiden. „Die Geräte werden mit Prüfnummern versehen und katalogisiert. Hierbei werden keine Unterschiede zwischen privaten und dienstlichen Geräten gemacht.“

Stromverbrauch der privaten Geräte nicht separat erfasst

Den Stromverbrauch der privaten Geräte erfasse die Stadtverwaltung nicht separat. Denn dieser Stromverbrauch sei grundsätzlich in dienstlichem Interesse, etwa wenn ein Ventilator einen Raum kühle. Dies gelte ebenso für das Prüfen der Geräte. Privatgeräte würden ja nicht zusätzlich, sondern im Rahmen der vorgeschriebenen Arbeitsschutzmaßnahmen geprüft. „Der Aufwand für die Prüfung der Privatgeräte ist bei circa 14 000 städtischen Geräten somit gering beziehungsweise gar nicht feststellbar“, sagt Blug.

Die Stadt Saarbrücken verzichte, anders als die Hagener Verwaltung, darauf, Firmen mit den Sicherheitstests zu beauftragen. Das erledige in Saarbrücken ein eigener Mitarbeiter. Der Elektrotechnikermeister sei auch Sicherheitsmeister nach dem Arbeitssicherheitsgesetz. Ein Mann also, der die Kollegen am Arbeitsplatz zusätzlich über Gefahren im Umgang mit Strom informieren könne. Einen solchen Mitarbeiter braucht die Stadt Blug zufolge ohnehin, weil ihn die Betriebssicherheitsverordnung und das Arbeitsschutzgesetz forderten.

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