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Tod auf dem Fußballplatz: Spieler vom SV Hülzweiler II. bricht zusammen und stirbt

Für viele ist der Fußball die schönste Nebensache der Welt. Auch am Sonntag sollte das auf dem Hartplatz des SC Fenne für die dort Beteiligten nicht anders sein. Doch der Sport rückte im Spiel zwischen den zweiten Mannschaften des SC Fenne und des SV Hülzweiler schnell in den Hintergrund: Kurz nachdem er sich wegen Unwohlsein hatte auswechseln lassen, brach Gästespieler Jérôme Magierski abseits des Spielfeldes bewusstlos zusammen und wachte anschließend nicht mehr auf. Am Sonntagabend erreichte den SV Hülzweiler aus dem Krankenhaus die Nachricht, dass der 36-Jährige an den Folgen einer unerkannten Herzkrankheit gestorben war.

Für den Verein, den Ort und für den gesamten saarländischen Amateurfußball ein traumatisches Erlebnis – ganz zu schweigen von Magierskis Familie und Angehörigen. „Das ist für den ganzen Verein ein riesiger Schock“, sagt Wolfgang Andres, der Leiter des Spielausschusses beim SVH. „Wir wünschen Jérômes Familie alle Kraft, mit dieser schweren Situation irgendwie fertig zu werden.“
 

Minuten wie Stunden

Einer, der die tragischen Ereignisse miterleben musste, ist Christian Schönberger. Der 32-Jährige ist Spielertrainer der Hülzweiler Bezirksliga-Elf und hätte nach der Reserve-Partie eigentlich noch selbst mit seinem Team antreten sollen. Doch dazu kam nicht mehr. „Er ist vom Platz runter, hat sich hingesetzt und gemeint, dass es ihm nicht so gut geht. Als er dann wieder aufstehen wollte, ist er plötzlich zusammengebrochen. Die Minuten, bis der Notarzt endlich da war, kamen einem wie Stunden vor“, schilderte Schönberger seine Hilflosigkeit. „Es ist schwer, das vor Ort mit ansehen zu müssen. Man hört so etwas ja sonst eher nur in den Medien. Da fehlen einem ehrlich gesagt die Worte.“

Die anschließenden Versuche der Ärzte, Magierski wiederzubeleben, waren jedoch vergebens. „Es ist wohl so, dass er scheinbar ein gravierendes Herzleiden hatte“, berichtet Andres. „Der Doktor hat gemeint, dass so etwas auch zu Hause auf der Couch hätte passieren können.“

Magierski war dem SV Hülzweiler vor etwa zwei Jahren beigetreten und lebte mit seiner Familie im Ort. „Jérôme ist zu uns gekommen, um rein hobbymäßig in der zweiten Mannschaft Fußball zu spielen. Er war verheiratet und ist erst vor wenigen Monaten zum zweiten Mal Vater geworden“, erzählt Andres. Wie für die Angehörigen geht es nun auch für den SV Hülzweiler darum, die tragischen Ereignisse soweit es geht zu verarbeiten. Das für Mittwoch angesetzte Saarlandpokal-Achtelfinale gegen Oberligist SV Röchling Völklingen wird auf keinen Fall stattfinden. Doch das gerät bei all dem, was vorgefallen ist, sowieso zur Nebensache.
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