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Todesschütze von Rußhütte: Mit der Waffe auf der Flucht

Mit drei Schüssen wurde in der Nacht zum Donnerstag eine 35-jährige Bulgarin in ihrer Wohnung im Saarbrücker Stadtteil Rußhütte getötet. Der mutmaßliche Täter Carmelo N. ist auf der Flucht.
  
Saarbrücken.
Nur noch das Polizeisiegel an der Tür zu der Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Straße „Am Torhaus“ im Saarbrücker Stadtteil Rußhütte erinnerte gestern Vormittag an die Bluttat, die sich Stunden zuvor dort abgespielt hat. Die Spurensicherung der Kriminalpolizei hat ihre Arbeit am Tatort vorerst abgeschlossen. Mit drei Schüssen in Hals, Bauch und Unterleib wurde die 35 Jahre alte Bulgarin Diana M. kurz nach ein Uhr am Donnerstagmorgen in ihrer eigenen Wohnung niedergestreckt. Zwei Mitbewohner alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod der 35-jährigen Frau feststellen.
Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem mutmaßlichen Todesschützen Carmelo N. ein. Der 55-jährige Italiener ist im benachbarten lothringischen Stiring-Wendel gemeldet. Ein Richter erließ zwischenzeitlich einen internationalen Haftbefehl wegen Mordes gegen ihn. Carmelo N. ist für die Polizei im Saarland kein Unbekannter. Nach Informationen unserer Zeitung verbüßte er zuletzt von 2005 bis 2008 eine Haftstrafe wegen schweren Raubes.  Sein Name wird zudem im Zusammenhang mit einer Serie weiterer Gewaltdelikte, wie sexueller Nötigung und gefährlicher Körperverletzung genannt.



Von dem Italiener und auch von der Tatwaffe fehlten gestern noch jede Spur. Die Kriminalpolizeiinspektion, die die Mordkommission „Torhaus“ mit 18 Beamten eingesetzt hat, vermutet, dass Carmelo N. mit der Waffe auf der Flucht ist.

„Wir gehen von einer Beziehungstat aus“, sagte gestern Polizeisprecher Georg Himbert. Die junge Bulgarin und der mutmaßliche Täter seien wohl miteinander bekannt gewesen, möglicherweise bestand früher auch eine engere Beziehung. Vor den tödlichen Schüssen, die angeblich im Eingangsbereich der Wohnung fielen, soll es zu einem verbalen Streit zwischen beiden gekommen sein.  Zu Einzelheiten des Tatherganges und zu der Waffe wollte Himbert aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben machen. Für eine Verbindung von Opfer und Täter ins Saarbrücker Rotlichtmilieu – darüber spekulierten gestern Nachbarn in der Hauptdurchgangsstraße in Rußhütte – hätten die Ermittler keine Anhaltspunkte, sagte Himbert. Die 35-Jährige teilte sich nach Aussagen von Nachbarn seit einem halben Jahr die Erdgeschoss-Wohnung mit einer Frau und einem Mann.
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