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Tödlicher Parkplatz-Streit in Blieskastel: War es Notwehr?

  Saarbrücken/Blieskastel. Mit den tödlichen Folgen eines Streites auf einem Supermarkt-Parkplatz in Blieskastel-Webenheim muss sich seit Anfang August das Saarbrücker Schwurgericht befassen. Auf der Anklagebank sitzt ein 53 Jahre alter Handwerker aus dem Saarland. Die Oberstaatsanwältin wirft ihm vor, am 3. Februar 2010 gegen 16.30 Uhr im Streit einen anderen Autofahrer erstochen zu haben. Drei Mal habe der Angeklagte in den Oberkörper des Mannes (45) gestochen, der tödlich verletzt wurde.

Schwarze Limousine hat den Weg versperrt 

Der Beschuldigte sagte dazu gestern: Er bedauere den Tod des 45-jährigen Familienvaters und sei darüber tief beschämt. Gleichzeitig pochte der Angeklagte aber darauf, in einer Art Notwehr gehandelt zu haben. Er sei mit seinen Einkäufen auf dem Weg nach Hause gewesen. Als er mit seinem Kastenwagen vom Parkplatz fahren wollte, sei plötzlich vor ihm eine schwarze Limousine rückwärts aus einer Parklücke gekommen. Das Auto habe ihm den Weg versperrt und sei stehen geblieben. Daraufhin habe er gehupt. Der Fahrer des dunklen Autos habe ihm sein Handy gezeigt. Ob als Entschuldigung oder als Erklärung für die Unaufmerksamkeit ist unklar. Unklar ist bislang auch, wie es dann im Detail weiterging. Das soll in den nächsten Tagen durch die Vernehmung diverser Zeugen geklärt werden.

Bis dahin steht die Aussage des Angeklagten zum Tatablauf im Raum. Danach habe er keinen Streit gewollt, sei um den Mann herumgefahren. Der sei ihm aber zu Fuß bis zur Ausfahrt des Parkplatzes gefolgt. Dort habe er auf die Motorhaube des Kastenwagens geschlagen und gegen die Tür getreten. Er, der Angeklagte, habe sich im Auto bedroht gefühlt und zu seinem Messer gegriffen. Der andere Autofahrer sei größer und stärker gewesen, habe ihn geschlagen. Da habe er zugestochen, so der 53-Jährige. Wie oft, wisse er nicht mehr. wi

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