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Tödlicher Unfall in St. Wendel: Jetzt auch 18-jähriger Fahrer gestorben

In Folge des schweren Verkehrsunfalls auf der L122 am Mittwochabend ist nach dem 16-jährigen Beifahrer gestern auch der 18-jährige Fahrer gestorben. Damit sind innerhalb von zweieinhalb Wochen insgesamt sechs Menschen im Landkreis St. Wendel Opfer tödlicher Unfälle geworden.

Marth.
Schon wieder hat sich im Landkreis St. Wendel ein schwerer Unfall ereignet. Und schon wieder kamen zwei junge Menschen dabei ums Leben. Dieses Mal krachte es Mittwochabend auf der L 122 zwischen Osterbrücken und Marth. Zwei Autos rasten dermaßen ineinander, dass ein 16-jähriger Junge noch an der Unglücksstelle starb. Der 18-jährige Fahrer wurde zunächst mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Universitätsklinik nach Homburg gebracht. Dort verstarb er gestern am späten Nachmittag.

Auto kam ins Schleudern
Diese schrecklichen Szenen stellten sich nach übereinstimmenden Berichten der Feuerwehr und der Polizei dar: Gegen 20.40 Uhr war ein junger Autofahrer auf der Landstraße unterwegs. Der St. Wendeler kam aus Richtung Hoof, wollte auf die B 420, die hier in die L 122 mündet. Nahe der dortigen Siedlung Neumühle geriet der 18-Jährige mit seinem roten Peugeot 106 ins Schleudern und flog aus der Rechtskurve. St. Wendels Polizeisprecher Otmar Löber auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir vermuten bislang, dass er zu schnell unterwegs war.“

Das Fatale: Der Wagen geriet auf die Gegenspur. Dort kam genau in diesem Moment ein Kleintransporter entgegen.  Diesen Ford Transit steuerte ein 20 Jahre alter Mann, ebenfalls aus St. Wendel. Beide Fahrzeuge knallten frontal aufeinander. Der Transporter drückte die Beifahrertür des Pkw ein. Hier saß der Beifahrer (16) aus St. Wendel. Bei dem Aufprall wurde der Jugendliche eingeklemmt. Feuerwehrleute mussten ihn mit Spezialgerät befreien. Zwar retteten ihn Helfer aus dem Wrack. Dennoch überstand er seine schweren Verletzungen nicht.

Der Fahrer des in den Unfall verwickelten weißen Transporters erlitt nur leichte Verletzungen. Ärzte behandelten ihn im Krankenhaus ambulant und schickten ihn dann nach Hause.

60 Helfer vor Ort
Für die Rettungskräfte war an der Unglücksstelle die Arbeit noch längst nicht getan. 60 Helfer waren vor Ort unter anderem damit beschäftigt, die Straße zu räumen. Neben Glassplittern und abgerissenen Autoteilen, war zudem Öl auf die Straße gelaufen, berichtete St. Wendels Feuerwehrsprecher Stefan Grevener. Polizeisprecher Löber: „Bis kurz nach Mitternacht war die Straße gesperrt.“ Und gestern Morgen schauten sich Gutachter erneut an dem Platz um, um die Ursache für den folgenschweren Unfall herauszufinden.

Schon kurz nach dem Unglück waren Angehörige der Opfer an der Stelle. Notfallseelsorger kümmerten sich um die völlig aufgelösten Menschen. Grevener ergänzte: „Auch für die Einsatzkräfte war dieser Unfall kein einfacher Einsatz.“

Unfallbilanz: Die traurige Chronik schwerer Zusammenstöße


Während der vergangenen zweieinhalb Wochen mussten sie schon mehrmals wegen derart harter Schicksalsschläge ausrücken. War der Landkreis St. Wendel bis dahin bei schweren Verkehrsunfallen seit Jahresbeginn recht glimpflich und ohne Todesopfer davongekommen, starben binnen dieser kurzen Zeit gleich sechs Menschen auf unseren Straßen.


26. Juli: Bei Theley kommt eine Marpingerin (18) mit dem Auto von der L 323 ab. Der Wagen prallt mit der Fahrerseite gegen eine Birke. Der Nohfelder Beifahrer (15) stirbt wenig später im Krankenhaus, nachdem er am Unfallort wiederbelebt wurde. Am 29.  Juli erliegt auch die junge Frau ihren Verletzungen.

27. Juli: Um 4.15 Uhr erfasst auf der L 310 bei Hirstein ein Namborner (66) einen Fußgänger (41), ebenfalls aus Namborn. Das Opfer stirbt wenig später im Krankenhaus.

30. Juli: Ein Motorradfahrer (41) aus Marpingen versucht am frühen Abend, auf der L 130 bei Remmesweiler einen nach links abbiegenden Traktor zu überholen und knallt gegen die Landwirtschaftsmaschine. Er stirbt an der Unglücksstelle. Der St. Wendeler Traktorfahrer (19) erleidet einen Schock.

11. August: Ein St. Wendeler (18) stößt mit seinem Auto mit dem Kleintransporter eines St. Wendelers (20) zusammen. Der St. Wendeler Beifahrer (16) aus dem Pkw stirbt vor Ort, der 18-jährige Fahrer in der Uni-Klinik. Der Fahrer des Transporters wird leicht verletzt. hgn

 
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