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Toilettensuche in Saarbrücken gestaltet sich oft schwierig

Auf Wegweisern in der Stadt sind öffentliche Toiletten nicht extra
ausgeschildert.

Auf Wegweisern in der Stadt sind öffentliche Toiletten nicht extra ausgeschildert.

Was tun, wenn die Not groß, aber kein Ort für Erleichterung sichtbar ist? Wer dringend auf die Toilette muss, kann in Saarbrücken Probleme bekommen. Zwar gibt es in der Innenstadt etwa alle fünfhundert Meter eine öffentliche Toilette, doch man muss schon genau wissen, wo sich diese befindet. Schilder, die zur nächsten Toilette führen, gibt es nämlich nicht. Das mag vielleicht auch der Grund sein, warum immer wieder Menschen ihre Notdurft zum Beispiel an der Berliner Promenade verrichten. Öffentliche Toiletten gibt es in Saarbrücken bereits seit 1875. Heute sind die Toilettenhäuschen aus Kostengründen meist an Fremdfirmen ausgelagert, die für die Benutzung Geld verlangen.

In Saarbrücken ist das oft die Werbefirma JC Decaux. Die stellt ein WC-Häuschen auf und bringt dann dort ihre Werbung an. In der Innenstadt gibt es drei öffentliche Toiletten: an der Freitreppe der Berliner Promenade im Kiosk integriert, in der Kaltenbachstraße am St. Johanner Markt und in der Reichsstraße nahe der Europa- Galerie. Darüber hinaus könne man auch auf die Toiletten in öffentlichen Gebäuden der Stadt zurückgreifen, sagt Saarbrückens Stadtsprecher Thomas Blug (siehe Infokasten). Wildes Urinieren, wie es die Stadt nennt, wenn sich jemand einfach an die Ecke stellt und pinkelt, sei indes eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld ab 30 Euro geahndet werde, sagt Blug.

„Unser Ordnungsdienst kann aber nur vereinzelt Fälle ahnden, da die Betroffenen in der Regel nur dann urinieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.“ Immer wieder beschweren sich Saarbrücker über Besucher der Bahnhofstraße, die sich oder ihre Kinder irgendwohin zum Pinkeln stellen. Das Problem: Einige Kaufhäuser in der Einkaufstraße haben keine Kundentoiletten mehr. Wer krankheitsbedingt eine schwache Blase hat oder wer mit Kindern unterwegs ist, für den können 500 Meter eine unüberwindliche Distanz sein, besonders wenn Toiletten nicht ausgeschildert sind.

Generell gebe es für die Stadt keine gesetzlichen Vorgaben über die Anzahl öffentlicher Toiletten, heißt es aus dem Rathaus. Auch für Kaufhäuser ohne Gastronomie gebe es in der Landesbauordnung oder in der Verkaufsstättenverordnung keine Toilettenpflicht für Kunden, sagt Thomas Blug. Wer zum Einkaufen in die Stadt geht, muss also vorher schauen, wo er im Fall der Fälle eine Toilette findet. In vielen Läden, Cafés und Kaufhäusern gibt es immer noch Kundentoiletten. Wer in Not ist, wird dann selten abgewiesen.

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