L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Topmodel-Casting von Pro 7 in Saarbrücken

Von SZ-Mitarbeiterin Caroline Biehl

Saarbrücken. Nummer 3023 brachte ihr Glück. Als 3023 trat Nina Fock gestern in Saarbrücken vor die Model-Scouts. Mit Erfolg. Die 17-Jährige aus Friedrichsthal ist eine Runde weiter beim Casting um die Teilnahme an der Fernseh-Sendung „Germany’s next Topmodel“ von Heidi Klum. Zum sechsten Mal sucht die blonde Multimillionärin Nachwuchs-Schönheiten. Zum ersten Mal castet sich dafür ein Tross vier Wochen lang durch die Bundesrepublik.

Bisher hatte es in Runde eins schriftliche Bewerbungen gegeben. Klum selbst ist auf der Deutschland-Tour freilich nicht dabei. Auch nicht gestern, als sich im Saarbrücker „Victor’s Residenz Hotel“ knapp 300 junge Frauen der Begutachtung stellten. In Zehnergruppen hatten sie vor eine Art Jury zu treten. Hinter verschlossenen Türen wählte diese aus, schickte mal neun, mal acht, mal alle zehn Teilnehmerinnen wieder nach Hause.

Nina durfte bleiben. Als Einzige in ihrer Gruppe. „Wir mussten zwei Mal auf und ab laufen und uns noch umdrehen, damit sie uns von hinten sehen“, erzählt die Fachoberschülerin. Aufgeregt fächelt sie sich mit dem Anmeldebogen Luft ins Gesicht. „Draußen warten meine Mama und eine Freundin.“ Drinnen darf Nina in den nächsten verschlossenen Raum, zum Videocasting.



Währenddessen tummeln sich vorm Hoteleingang die jungen Frauen, die noch auf ihren Auftritt warten. Nervös, vielleicht auch, weil die Füße wehtun, trippeln sie von einem Stöckelschuh auf den anderen. Manche rauchen eine Zigarette, andere ziehen den Taschenspiegel aus der Hose und zwirbeln den Pony zurecht. Nina darf unterdessen in die Videokamera erzählen: über ihre Schule, ihren Charakter, ihren saarländischen Dialekt. Nach fünf Minuten ist alles vorbei. „Im November bekomme ich Bescheid, ob ich weiter bin.“ Ihre Nervosität ist noch nicht gewichen. Immerhin war es gerade das erste Mal, dass sich die 1,74 Meter große, gartenschlanke Saarländerin im Modeln versuchte. „Ich habe immer gesagt, die Schule geht vor“, erzählt Mutter Karin. „Aber weil das Casting diesmal nur zehn Kilometer von zu Hause entfernt stattfand, konnte ich es schlecht verwehren.“ Klare Untertreibung: Den mütterliche Stolz auf die Tochter kann sie nicht verbergen.

In den vergangenen Jahren feierten Saarländerinnen in der Show nur mäßige Erfolge. 2007 schaffte es die damals 19-jährige Tonia aus St. Wendel am bisher Weitesten: Sie kam unter die schönsten Neun. So weit denkt Nina Fock noch nicht. Sie will nach der sonntäglichen Prozedur erst mal nur eines: aus den Zehn-Zentimeter-Absatzschuhen raus.

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