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Toscani: Saarland steht hinter den Soldaten

 Saarlouis/Merzig. Der saarländische Innenminister Stephan Toscani hat beim Appell zur Übergabe des Kommandos der Saarlandbrigade in Saarlouis dem scheidenden General Volker Bescht bescheinigt, "den ausgezeichneten Ruf der Saarlandbrigade als Eliteverband der Bundeswehr noch weiter gestärkt zu haben. Er hat sich um die Bundesrepublik verdient gemacht". Er versicherte auf dem Großen Markt, das Saarland stehe "hinter den Soldaten in guten wie in schweren Zeiten." Die Luftlandebrigade 26, rund 3600 Männer und Frauen, hat ihren Stab in Saarlouis sowie Standorte in Lebach, Merzig und Zweibrücken.

Bescht verlässt Saarlouis als mit weitem Abstand dienstältester Brigadekommandeur der Bundeswehr, sagte der Kommandeur der Division Spezielle Operationen (DSO), Generalmajor Hans-Werner Fritz. Die Brigade, die auch Fritz zwei Jahre führte, gehört der DSO an. Wie Toscani unterstrich, hätten Fritz und Bescht den Verband im Saarland weiter verwurzelt. Die Luftlandebrigade 26 sei "die einsatzerfahrenste Brigade, die wir haben. Auf die 26er war und ist Verlass." Sie könne sich zu Recht "Feuerwehr des Heeres" nennen, weil sie "ohne große Vorwarnzeit bestens ausgerüstete und motivierte Soldaten" bereitstellen könne. Beschts Nachfolger Oberst Eberhard Zorn finde "eine unvergleichliche Unterstützung und Wertschätzung der Soldaten und Soldatinnen an den Stationierungsorten und in der ganzen Region" vor.

Stellvertreter Oberst Hans Sahm scheidet ebenfalls

Fritz und Bescht erinnerten an die sieben gefallenen Soldaten der Brigade sowie an die Verwundeten. Bescht: "Nicht zuletzt sie sind die Begründung, warum wir Soldaten sehr wenig Verständnis für die Diskussion der vergangenen Wochen haben. Es darf doch nicht sein, dass bei denjenigen, die im Einsatz in Afghanistan täglich Leib und Leben riskieren, um den vom Parlament erteilten Auftrag zu erfüllen, der Eindruck entsteht, dass man in Deutschland eher damit leben kann, wenn einer unserer Soldaten getötet wird, als wenn sie ihre Gegner töten. Da ist das Verhalten so manchen Volksvertreters nicht nur im höchsten Grade unfair und unprofessionell, sondern auch beschämend." General Fritz unterstrich dazu in seiner Ansprache, ein Kommandeur solle "auch dann verantwortungsbewusst Entscheidungen treffen, wo deren Folgen noch nicht umfassend oder erschöpfend abzusehen und zu beurteilen sind." Das bezog sich auf den inzwischen in der öffentlichen Diskussion umstrittenen Beschuss zweier Tanklaster mit vielen Todesopfern bei Kundus. Fritz: "Ich erspare mir an dieser Stelle einen Exkurs mit Blick auf den öffentlichen Nachhall" dieser Ereignisse."

Bescht nannte seinen ebenfalls scheidenden Stellvertreter Oberst Hans Sahm "in jeder Hinsicht ein Vorbild." Sahm sagte zu Saarlouis, die "Herzlichkeit der Einwohner und das Wohlwollen der Stadtführung suchen ihresgleichen." Er dankte den Soldaten für ihren Einsatz. "Dies und die offene Sprache zwischen Ihnen und mir hat uns zusammengeschweißt."

Zu dem Übergabeappell, den das Heeresmusikkorps 300 begleitete, hatten sich laut Gästeliste neben Vertretern aus dem zivilen öffentlichen Leben 15 Generäle angemeldet.

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