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Toter Hund liegt mehrere Tage im Wald

Symbolfoto.

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„Keiner fühlt sich zuständig“, sagt Susanne Schweitz und schüttelt betroffen den Kopf. Sie ist selbst Tierhalterin und kann nicht glauben, was sie da im Wald unweit der Mariengrotte in Schwarzenholz entdeckt hat. „Ich war mit den Pferden unterwegs, die wollten schon am Sonntag gar nicht hier vorbei“, sagt sie. Vor allem der Geruch habe die Tiere, aber auch sie abgestoßen.

Nur wenige Meter von der Straße entfernt, entdeckte sie ein totes Tier. Bei genauerer Betrachtung erkannte sie schließlich einen großen schwarzen Hund. Doch der wurde nicht einfach achtlos abgelegt, sondern zum einen mit Ästen abgedeckt, darauf eine helle Bettdecke gelegt. Neben dem Tier liegen zudem zwei große Bürsten, davor ist eine alte Zeitung, worauf eine Menge Fell verteilt ist. „Was unter der Zeitung ist, will ich gar nicht wissen“, sagt sie.

Bereits am Montag habe sie sowohl den Revierförster als auch den Bauhof angerufen, „doch hier fühlt sich niemand zuständig“, sagt sie. Den Rat, man solle das Tier einfach verrotten lassen, kann sie bei den Temperaturen im Moment nicht nachvollziehen, zu beißend sei der Geruch. „Ich finde es unwürdig, ein Tier auf diese Weise zu entsorgen. Außerdem kann davon vielleicht sogar eine Seuchengefahr ausgehen“. Irgendwer, sagt sie, müsse doch hier, an dem vielbesuchten Weg in Nähe der Mariengrotte zuständig sein.

Schließlich erklärt sich auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung Joachim Leinenbach vom Amt für Liegenschaften in Saarwellingen bereit, dieser Sache anzunehmen. Bei einer „Gefahrenlage“, heißt es bei der zuständigen Polizeibehörde in Lebach, sei die Ortspolizeibehörde der erste Ansprechpartner.

Norbert Hoffmann vom Ordnungsamt Saarwellingen erklärte am Donnerstag, dass der Hund inzwischen ordnungsgemäß entsorgt und einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zugeführt wird. Bei solchen Funden sei die Ortspolizeibehörde Ansprechpartner, „wir schaffen Ordnung“, betonte er. Die Frage, wer den Hund und den Unrat dort abgelegt hat, wird wohl unbeantwortet bleiben.
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