L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

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Totschlag mit Kieselstein: Angeklagter muss acht Jahre in Haft

Das Landgericht Saarbrücken hat gestern einen 53-jährigen Gelegenheitsarbeiter wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis nebst Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt. Der Angeklagte hatte am Abend des 1. Oktobers 2013 seine Lebensgefährtin in Schiffweiler besucht und bei einem Streit getötet. Dabei hatte der während der Tat stark betrunkene Mann mit einem rund sechseinhalb Kilogramm schweren Kieselstein auf den Kopf der Frau geschlagen. Die 61-Jährige starb später an ihren Verletzungen. Sie atmete Blut ein und erstickte daran.

Dem Angeklagten, der die Tat gestand, tut dies offensichtlich leid. „Ich wollte das wirklich nicht“, sagte er. „Ich bereue es sehr.“ Warum er seine Lebensgefährtin so brutal zusammenschlug, dass sie starb, blieb vor dem Gericht allerdings unklar. Das wollte oder konnte der Mann, dem die Richter verminderte Schuldfähigkeit zur Tatzeit zubillligten, nicht sagen. Wahrscheinlich liegt die Ursache des Ganzen in der Biografie des 53-Jährigen verborgen. Der ehemalige Sonderschüler stammt aus sozial labilen Verhältnissen, seine Mutter war alkoholkrank, sein Vater gewalttätig. Als 15-jähriger Junge saß er auf der Straße, stürzte sozial ab und begann zu trinken. Es folgten verschiedene Kurzzeit-Jobs und Straftaten, meistens Eigentumsdelikte. Insgesamt 18 Eintragungen weist sein Strafregister auf, darunter auch drei Gewalttaten.

Nach seiner bis dahin letzten Haftentlassung schien der Angeklagte bei seiner Partnerin Halt zu finden. Aber das war nur seine Sicht der Dinge. Die Frau dachte eher an Trennung und dürfte dies am Tatabend ausgesprochen haben. Es gab jedenfalls Streit – am Ende war die Frau tot.
 
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