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Tourismus- Verband will Golfer ins Saarland locken

Das Saarland will mit den Liebhabern des Golfsports eine neue Touristengruppe ansprechen. Unabhängig davon konzentriert sich die Tourismuszentrale weiter auf die Themen Wandern, Radsport und Essen.

Saarbrücken. Nach einem schwierigen Jahr 2009 erwartet die saarländische Tourismusindustrie auch 2010 wieder ein schwieriges Jahr. "Der Wettbewerb am Markt nimmt zu, wir haben viel Konkurrenz unter den deutschen Regionen. Aber wir sind gut gerüstet, am steigenden Trend zum Urlaub in Deutschland teilzuhaben" sagte Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der staatlichen Tourismus-Vermarktungsgesellschaft TZS, gestern bei der Vorstellung des Programms für 2010. Im Mittelpunkt der Vermarktung des Saarlandes als Touristenziel stehen weiterhin Wandern, Radfahren, gutes Essen sowie die kulturellen Angebote der Region. Diese Themen bilden auch den Schwerpunkt auf der ab März in Berlin stattfindenden Internationalen Tourismus Börse (ITB).

Erstmals werden in einem neuen Katalog Golfplätze im Saarland sowie in der Grenzregion aufgeführt. Im Saarland gibt es Golfplätze in St. Wendel, Homburg, Gersheim-Rubenheim, Wallerfangen-Gisingen, Wadern-Nunkirchen und in Nohfelden-Eisen. Neben wichtigen Daten zu den Plätzen listet der Katalog Golfpauschalen nahegelegener, ausgezeichneter Hotels auf. "Das Dreiländereck verfügt über eine hervorragende Infrastruktur an Golfplätzen. Das wollen wir nutzen und Gäste anlocken", sagte Grauvogel.

Weiterhin soll die internationale Präsenz des Saarlandes auf Auslandsmärkten ausgebaut werden, so Grauvogel. Gute Erfolge wurden bisher in den Benelux-Ländern erzielt, für die die Großregion vor der Haustüre liegt. Doch auch in Österreich und der Schweiz wollen sich die Saar-Touristiker mittelfristig bekannter machen.

Auch im wachsenden Boots- und Flusstourismus sieht Grauvogel eine Möglichkeit, Gäste an die Saar zu locken. Hier müssten aber die Städte und Gemeinden längs der Saar mit eigenen Ideen und Angeboten aktiver werden.

Wenig Chancen sieht Grauvogel für Kombi-Angebote mit Fluggesellschaften, die Saarbrücken anfliegen: "Solange der Flugpreisanteil zu hoch ist, tut sich da nichts. Eine Übernachtung mit Frühstück plus Flug für 149 Euro etwa, da könnte man etwas machen." Insgesamt soll das Saarland zum Ganzjahresziel werden. Großes Potenzial sieht Grauvogel etwa im benachbarten Luxemburg: Viele Luxemburger kämen zum Tagesbesuch über die Mosel ins Saarland. Um ihnen das Saarland näher zu bringen, präsentiert sich das Land Mitte/Ende Februar im großen luxemburgischen Einkaufszentrum "Belle Etoile".

Das abgelaufene Jahr war von einem teilweisen Rückgang bei den Übernachtungszahlen geprägt (siehe Info). So litt der Geschäftsreiseverkehr angesichts der Sparwellen in den Unternehmen. Allerdings fehlten 2009 auch Großveranstaltungen mit hohem Übernachtungsaufkommen. "Da hatten wir keinen Knaller." Für deutlich steigende Übernachtungszahlen seien zusätzlicher Geschäftsreiseverkehr sowie mehr Großveranstaltungen erforderlich, so Grauvogel.

Hintergrund

Das Statistische Amt des Saarlandes zählte 2009 (Januar bis November) 661 189 Ankünfte und 1,9 Millionen Übernachtungen. Aufgrund einer Veränderung der Statistik sei aber ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen nicht möglich, so die TZS. Hotels, Gasthöfe und Pensionen registrierten ein Minus von neun Prozent bei Übernachtungen, in Vorsorge- und Rehakliniken stiegen die Übernachtungszahlen um 2,7 Prozent. Stark zugelegt - um 17,1 Prozent - haben die Übernachtungen in Jugendherbergen und Hütten ebenso wie in Ferienhäusern und -wohnungen (plus 18,4 Prozent). Durchschnittlich bleibt der Saarland-Besucher drei Tage. ur
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