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Tradition oder Kommerz? Am Sonntag ist Muttertag


HINWEIS: DIESER ARTIKEL IST AUS DEM JAHRE 2012!

Saarbrücken.
Von selbstgebastelten kleinen Kunstwerken über einen Blumenstrauß und Pralinen bis hin zu einer Einladung zum Essen beim Lieblings-Italiener: An diesem Sonntag sagen Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters ihren Müttern traditionell „Danke“. Wie einige andere Erfindungen stammt auch der Muttertag aus den Vereinigten Staaten. 1914 führten die Amerikaner den Muttertag erstmals als gesetzlichen Feiertag ein. Nur wenige Jahre später verbreitete er sich in der Schweiz, Finnland, Norwegen, Schweden und ab 1923 auch in Deutschland. Damals wurde er vom Verein deutscher Blumengeschäftsinhaber etabliert. 1926 wurde der Tag in Deutschland als offizieller Feiertag, an jenem zweiten Sonntag im Mai, festgelegt.

Und auch heute blüht das Geschäft rund um diesen Sonntag – gerade bei den Blumenläden. Unter anderem darum wächst die Kritik an diesem Ehrentag. Petra Messinger, Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Saarbrücken, kritisiert die zunehmende Kommerzialisierung. „Als Tochter habe ich diesen Tag schon früh abgelehnt. Natürlich bin ich tolerant, jeder muss das für sich entscheiden. Ich finde außerdem, dass man die Frau, in Zeiten der Gleichberechtigung, zu sehr der Rolle als Hausfrau und Mutter zuordnet“, sagt sie. Die stellvertretende Vorsitzende des Frauenrates Saarland, Annette Kleinhorst, stützt diese Aussage. „Ich hätte diesen Tag wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. Für mich könnte man Mutter- sowie Vatertag abschaffen. Elternarbeit sollte man stetig wertschätzen“

Der saarländische Sozialminister Andreas Storm (CDU), der auch für die Frauenpolitik im Land zuständig ist, hält den Muttertag hingegen durchaus für sinnvoll. „Natürlich gibt es zu diesem Tag ein großes kommerzielles Angebot. Die Kinder sollten zu jeder Zeit die Arbeit der Eltern anerkennen, aber diese Wertschätzung auch einmal im Jahr auf besondere Art und Weise zum Ausdruck bringen. Gerade in der heutigen Zeit, wenn man es als Familie schafft, Beruf und Familie zu vereinbaren.“

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