L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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Traditions-Gasthaus soll für gut zwei Millionen Euro umgebaut werden

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. „Wir haben gemeinsam den Storje gekauft.“ Mit diesem Satz lüftete Landrat Clemens Lindemann, Vorsitzender der Siebenpfeiffer-Stiftung, am vergangenen Sonntag anlässlich der Siebenpfeiffer- Matinee ein nicht mehr ganz geheimes Geheimnis um die Zukunft des Homburger Traditions- Gasthauses „Zum Storchen“. Denn: So überraschend kam Lindemanns Mitteilung nicht, schon vor einigen Wochen hatte Homburgs Oberbürgermeister für das Gebäude am historischen Homburger Marktplatz eine mögliche Perspektive als Ort des zentralen Erinnerns an Siebenpfeiffer, Wirth und die Demokratiebewegung aufgezeigt (wir berichteten).

Am Sonntag nun machte Lindemann die aktuellen Pläne offiziell. Die sehen ein gemeinsames Vorgehen von Stadt, Saarpfalz- Kreis und Kreissparkasse Saarpfalz vor. Lindemann: „Wir wollen den Storchen gemeinsam, auf drei Schultern gestützt, zu einer Begegnungsstätte ausbauen. Dort können wir dann zum ersten Mal in Homburg repräsentativ Freiheitsund Stadtgeschichte darstellen.“ Dies sei ein wichtiges Projekt, zeigte sich Lindemann sicher, bei dem man jetzt mit dem Ankauf den Grundstein gelegt habe. „Das wird eine wirklich schöne Sache“, freute sich ein sichtlich glücklicher Lindemann, der sich ausdrücklich für das Engagement der Stadt und der Kreissparkasse bedankte. „Das ist eine fruchtbare Zusammenarbeit.“ Einen Tag später präzisierten Clemens Lindemann und Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner im Gespräch mit unserer Zeitung diese Zusammenarbeit. Und sie nannten, so weit zu diesem frühen Zeitpunkt möglich, schon konkretere Gestaltungsszenarien für „de Storje“. Das zentrale Ziel, so Lindemann: Die Homburger Altstadt soll an prominenter Stelle aufgewertet werden. Für viele Homburger dürfte das in erster Linie bedeuten, dass alles wieder ein bisschen so wird, wie es einmal war, „de Storje“ als einer der Magneten der Altstadt. Dem fühlen sich augenscheinlich auch die Macher verpflichtet.

Zwar wollen alle drei Beteiligten, aktiv in einer eigens gegründeten Gesellschaft, etwas von den Investitionen, immerhin über zwei Millionen Euro bis zum Abschluss der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, als Rendite haben. Diese soll dann entstehen, wenn der Saal bei repräsentativen Anlässen genutzt wird. Doch auch die Bürgerschaft soll wieder zurückkehren „ins Nest“, wenn Umbau und Sanierung in geschätzten zwei Jahren erledigt sind.

Die gegenwärtigen Planungen: In der ersten Etage sollen Ausstellungsräume für die Stadtgeschichte „und natürlich für die Freiheitsbewegung um Siebenpfeiffer und Wirth geschaffen werden“, so Lindemann. Ein Tagungs- und Veranstaltungsraum komplettiert das angedachte Nutzungskonzept ebenso wie die fest ins Auge gefasste Rückkehr der Gastronomie.

Darauf wies der Oberbürgermeister hin. Es gäbe, so Schöner, dafür schon erste Interessenten. Wie flatterhaft oder konkret dieses Interesse tatsächlich sei, ließ der OB allerdings noch offen. Unbeantwortet ließen Schöner und Lindemann auch die Frage nach dem Kaufpreis, zu viel bezahlt habe man aber nicht. Schöner machte zudem klar, dass der Kauf des „Storje“ nur ein Schritt sei hin zur Aufwertung der Altstadt. So trage man sich mit dem Gedanken, gegebenenfalls Gebäude im Umfeld zu erwerben – sofern dies finanziell machbar sei.

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