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Tragischer Unfall bei St. Ingbert

Zwei Tote und drei Schwerverletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall in der Nacht zum Freitag auf der Bundesautobahn A 6 zwischen den Anschlussstellen St.Ingbert West und St.Ingbert Mitte. Foto: B&B

Zwei Tote und drei Schwerverletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall in der Nacht zum Freitag auf der Bundesautobahn A 6 zwischen den Anschlussstellen St.Ingbert West und St.Ingbert Mitte. Foto: B&B

Es ist zwei Uhr in der Nacht zu Freitag, als ein Alarm die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert aus dem Schlaf reißt. Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn A 6. Schnell rücken die Rettungskräfte aus. Am Unfallort bietet sich ihnen ein Anblick, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden. Ein blauer Sportwagen mit ohnehin flachem Dach ist in und zugleich unter eine Leitplanke gefahren. Dabei wurden die 21-jährige Beifahrerin und ein vier Monate altes Baby getötet. Zwei weitere Kinder im Alter von zwei und vier Jahren sowie der 26-jährige Fahrer sind schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr sind die Frau und das Baby schon tot, wie Feuerwehrsprecher Marco Schmelzer später berichtet. „Der Rettungsdienst kümmerte sich sofort um die anderen Unfallopfer , die alle schon das Auto verlassen hatten. Niemand war eingeklemmt“, so der Feuerwehrmann. Die Leitplanke habe sich ins Dach des Wagens gebohrt. Das habe die schweren, teils tödlichen Verletzungen verursacht.

Von der Einsatzleitung angeforderte Notfallseelsorger müssen sich noch auf der Autobahn um die Ersthelfer, die bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Opfer versorgt haben, kümmern – das schreckliche Erlebnis hat sie traumatisiert. Danach bleiben die Seelsorger bis zum Ende des Einsatzes am frühen Freitagmorgen bei den Feuerwehrleuten, stehen ihnen bei. „So ein Einsatz geht allen nach. Wir hatten erst vor wenigen Wochen einen weiteren tödlichen Unfall im gleichen Streckenabschnitt, der noch frisch in Erinnerung war“, erzählt Feuerwehrsprecher Schmelzer.

45 Feuerwehrmänner der Löschbezirke Oberwürzbach, St. Ingbert-Mitte und Hassel waren nach Feuerwehrangaben mit acht Fahrzeugen im Einsatz, zudem mehrere Rettungswagen und Notärzte. Die Autobahn war über Stunden voll gesperrt – bis 7.30 Uhr am Freitag gab es Behinderungen im Berufsverkehr.

Die Polizei hat nun einen Gutachter zur Untersuchung des Autowracks hinzugezogen. Polizeisprecher Stephan Laßotta: „Wir wissen noch nicht, ob die Unfallopfer angeschnallt waren.“ Es sollen zudem keine Kindersitze im Fahrzeug gewesen sein. Auch die Unfallursache soll nun erforscht werden. Bei dem Wagen mit Kuseler Kennzeichen handelt es sich um den Porsche 911 einer in Waldmohr lebenden Großfamilie. Die Polizei machte jedoch keine Angaben dazu, ob es sich bei den Insassen um eine Familie handelte. Der Wagen hat im Fond nur so genannte Notsitze.

Die Überlebenden wurden auf den Saarbrücker Winterberg und in die Homburger Uni-Klinik gebracht, wo die Großfamilie am Freitag die Notaufnahme belagerte, weshalb die Bereitschaftspolizei anrückte, um den Klinikbetrieb sicherzustellen.
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