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Trainingsauftakt beim 1. FC Saarbrücken

Etwa 30 Fans verfolgten den Auftakt der Vorbereitung des Tabellenzweiten. Sie sahen beim Aufwärmen der Spieler den nächsten Höhepunkt. Michael Petry absolvierte nach drei Monaten Pause wegen eines Sehnenanrisses im Fuß eine Laufeinheit. „Ich war heute schmerzfrei, aber bis ich wieder mit der Mannschaft trainieren kann, dauert noch ein paar Wochen“, sagte der Stürmer, der keine Probleme damit hat, dass der FCS nach einem Angreifer Ausschau hält. „Ich kann die Vereinsführung verstehen, denn es geht um die Zukunft des Clubs. Ich muss in erster Linie schauen, dass ich fit werde und wieder in die Mannschaft finde“, erklärte Petry, dessen Vertrag ausläuft.

Auch die anderen Torjäger, wie Velimir Grgic und Sammer Mozain, können die Suche verstehen. „Ein Stürmer, der zu uns passt, ist immer willkommen und kann für den internen Konkurrenzkampf nur förderlich sein“, erklärte Grgic. „Alles, was wir bislang erreicht haben, haben wir mit dieser Mannschaft erreicht. Dennoch ist die Suche nach einem weiteren Stürmer legitim“, sagte Mozain.

Doch gute Torjäger sind gerade in der Winterpause heiß begehrt. „Es ist nichts spruchreif und wir werden nur jemanden verpflichten, der uns wirklich weiter bringt“, sagte Ferner, der gestern zum Auftakt 22 Spieler begrüßen durfte: „Wenn ich wüsste, dass Michael Petry rechtzeitig fit wird, würde ich mir keine Gedanken über einen neuen Stürmer machen.“

Nico Zimmermann fehlte gestern. Er hat eine Schambein-Entzündung. „Die schleppe ich schon ein paar Monate mit mir herum. Die Winterpause habe ich zum Auskurieren genutzt. Nächste Woche steige ich ins Training ein“, sagte der Spielmacher. Auch Jonathan Zydko trainierte nicht. Der Defensivspieler hat einen Haarriss im Fuß.

Und dann war noch der letzte Höhepunkt des Trainings: das Pizza-Tor. „Wer das erste Tor nach der Winterpause schießt, muss der Mannschaft ein Pizza-Essen bezahlen. Irgendeiner vergisst das immer“, erklärte Co-Trainer Andreas Fellhauer. Das Abschlussspiel dauerte zwei Minuten, da versenkte Nabil Dafi die Kugel im Tor. Als er jubelnd die Arme hoch riss, riefen Mannschaftskollegen und Trainerstab im Chor: „Pizza-Nabil, Pizza-Nabil“.

Ferner stünde also – Aufstieg vorausgesetzt – 2011 vor zwei Fragen: Schulbank drücken, mit dann 62 Jahren Lizenz machen, Vertrag verlängern? Oder als Erfolgstrainer mit zwei Aufstiegen in Folge womöglich aufhören? Fakt ist: „Der FCS ist mein Verein.“ Das sagte er, als er im Juni 2008 einen bis Juni 2011 geltenden Vertrag unterschrieb und Nachfolger des zurückgetretenen Alfred Kaminski wurde. Mit dem Ex-Torwart hatte der Ex-Bundesligist endlich einem „erfahrenen Trainer mit blau-schwarzem Herzen, der Verein und Umfeld kennt“, wie Präsident Horst Hinschberger sagte, das Vertrauen geschenkt. Das zahlte sich bisher aus. mak

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