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Traktormord: Falsche Fährte zu Russen

Gestern kam heraus: Der Angeklagte hat kurz nach der Tat wohl versucht, eine falsche Fährte zu legen. Sein Ziel: Er wollte den neuen 129 000 Euro teuren Traktor unbedingt behalten.


Der soll nämlich Grund für den Mord an dem Lieferanten (58) aus Wesel gewesen sein. Dieser hatte dem Wadgasser die Landmaschine am 27. Juni per Lkw geliefert. Am Nachmittag jenes Freitags lag der Bote tot neben seinem leeren Laster. Mehrere Beilschläge hatten ihn am Kopf, rund 30 Messerstiche in die Brust getroffen. Den wertvollen Traktor hatte der Angeklagte. Seine Freundin berichtete gestern, dass er mit seiner neuen Maschine bei ihr vorbeigekommen sei. Ihr Freund habe ihr gesagt, dass er den Traktor bar bezahlt habe, und ihr eine Quittung gezeigt. Gleichzeitig habe er erzählt, dass er sich Sorgen mache wegen seltsamer Gestalten, die er bei dem Fahrer gesehen habe. Zwei Russen mit auffälligen Kleidern und Schmuck in einem schwarzen Mercedes. Hoffentlich sei da nichts passiert.

Diese Geschichte erzählte der Bauer tags darauf auch bei der Kripo. Nach und nach rückte der junge Mann aber von dieser Variante ab. Am Ende erzählte er gemäß Anklage, dass er den Traktorlieferanten mit einem falschen Scheck habe bezahlen wollen. Es kam zum Streit, und er habe mit dem Beil zugeschlagen. Aber an das Messer erinnere er sich nicht. Dann habe er sein Opfer liegen lassen und sei mit dem Traktor zur Freundin.

Vor Gericht schweigt der Angeklagte bisher. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.
szn/bie

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