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Trickbetrüger zocken Rentner ab

Symbolfoto.

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Ein 72 Jahre alter Senior aus Zweibrücken ist von Trickbetrügern mit einer üblen Nummer, bei der sogar die Polizei mit ins Spiel gezogen wurde, abgezockt worden. Wie die Beamten mitteilten, erstattete der Mann dieser Tage Anzeige bei der Polizeidirektion in Pirmasens Anzeige; der Vorfall ereignete sich bereits am 7. Januar.

An dem Tag hatte er den Anruf eines Mannes erhalten, der sich als verdeckter Ermittler der Polizei ausgab und den Senior hinsichtlich eines „Falschgeldfalles“ überprüfen wollte. Bis zum 11. Januar erfolgten weitere Anrufe, wobei ein weiterer falscher Polizist ins Spiel kam, mit Anweisungen, der Senior solle bei der Bank einen fünfstelligen Bargeldbetrag ordern und ihn am Montagnachmittag abholen. Der Rentner tat, wie ihm geheißen und ging zur Bank; mit der Begründung, das Bargeld für Renovierungsarbeiten zu verwenden, umging der Rentner weitere Fragen der etwas misstrauisch gewordenen Bankangestellten, was er denn mit dem hohen Betrag anfangen wolle. Nachdem er das Geld abgeholt hatte, erhielt der 72-Jährige die Weisung von den Gaunern per Telefon, er solle das Geld gegen 17.30 Uhr, in einer Plastiktüte vor seinem Haus am Briefkasten deponieren. Dort wurde es schließlich von einem Unbekannten abgeholt. Erst am Folgetag, diesem Dienstag, bekam der Geprellte Zweifel an der Echtheit der Polizisten und er erstattete Strafanzeige. In seiner Vernehmung gab der Senior später an, dass er gegenüber den Gaunern schon Zweifel an der Echtheit der Aktion geäußert habe. Seine Zweifel seien aber dadurch zerstreut worden, da donnerstagsmittags ein Streifenfahrzeug der Polizei , wie von den Tätern zuvor minutiös angekündigt, durch die Straße fuhr. Für den Rentner war damit klar – die Beamten mussten echt sein, woher hätten sie sonst auch wissen sollen, wann genau ein Streifenwagen durch seine Straße fahren würde!
 

Gauner kündigen Streife an

Wie sich bei der Überprüfung dieser Angelegenheit durch die Polizei herausstellte, war sie in das abgezockte Spiel der Gauner hineingezogen worden. Von unbekannter Seite erhielten die Beamten nämlich an besagtem Tag, gegen 15 Uhr, die Meldung, dass es in der Straße, in der der Senior wohnt, eine Schlägerei gegeben habe. Hierauf kamen eine Streife und ein Notarztwagen zum gemeldeten Ort – der Rentner sah das Polizeiauto, wie von den Gaunern angekündigt und glaube daraufhin, dass diese die Wahrheit sagen würden.

Die Sache mit der Schlägerei war natürlich eine Finte, die Polizei weiß nun auch, warum es diesen Fehlalarm war. Die dreisten Abzocker hatten die Ordnungshüter für ihr übles Spiel missbraucht. Die Beamten warnen nun eindringlich davor, auf solche Maschen hereinzufallen. Grundsätzlich gilt: Wenn angebliche Enkel, Nichten oder Polizisten Geld fordern (aus welchem Grund auch immer): Nie sofort Geld herausrücken, erst mit der Familie, mit Nachbarn oder sonstigen Vertrauenspersonen Rücksprache halten.
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