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Trierer Baby: Mutter (20) war verzweifelt

Trier. Ein anonymer Hinweis brachte die Ermittler der Kriminalpolizei auf die Spur der seit über einer Woche gesuchten Mutter. Dabei waren die Personalien der jungen Frau der Polizei sogar bekannt: Sie selbst hatte am frühen Montagmorgen vergangener Woche einen Passanten auf das in einer Trier-Norder Telefonzelle abgelegte Neugeborene aufmerksam gemacht. Der Mann hatte daraufhin Polizei und Rettungsdienst alarmiert, die sich dann um das erst wenige Stunden alte Mädchen kümmerten. Es ist kerngesund und vom Trierer Jugendamt inzwischen bei einer Pflegefamilie untergebracht.

Nun steht fest, wer die leibliche Mutter des Kindes ist: eine 20- jährige Triererin, die nach Angaben des Oberstaatsanwalts Ingo Hromada bereits ein kleines Kind hat und alleinerziehend ist. „Sie lebt von der Hand in den Mund, verdient sich als Tellerwäscherin ein Zubrot“, sagt Hromada. Als die Polizei die junge Frau befragte, habe sie sofort ein volles Geständnis abgelegt. „Sie hat das Kind am Sonntagmorgen alleine in ihrer Wohnung zur Welt gebracht und in der folgenden Nacht dann in der Telefonzelle ausgesetzt“, sagt der Staatsanwalt. Das Motiv: Wegen ihrer schlechten wirtschaftlichen Situation habe sich die Alleinerziehende ein zweites Kind nicht mehr zugetraut.

Nach Angaben eines Sprechers der Stadt wird die Frau psychologisch betreut. Über das Schicksal des kleinen Mädchens soll später entschieden werden. Möglich, dass es bis auf Weiteres in einer Pflegefamilie untergebracht oder zur Adoption freigegeben wird. Das von der Staatsanwaltschaft eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Kindesaussetzung ist nach Angaben Hromadas vom Tisch. Weil die 20-Jährige sich darum gekümmert habe, dass ihr Neugeborenes auch gefunden wird, muss sie nicht mit einer Bestrafung rechnen. sey

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