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Trierer bringen Cartoon-Mundart-Wörterbuch für das Saarland heraus

In ihrer Heimatstadt Trier genießen sie Kultstatus und sind ähnlich bekannt wie die Porta Nigra oder Guildo Horn. Mit dem ersten Cartoon-Mundart-Wörterbuch unter dem Titel „Meine ersten 270 Wörter auf Trierisch“ hatte das Autoren- und Verleger-Duo Johannes Kolz und Peter Zender 2008 einen Volltreffer gelandet. Ruckzuck war das Werk vergriffen. Nach dem erfolgreichen „Feldversuch“ in Trier folgt nun im November die Ausgabe „Meine ersten 270 Wörter auf Saarländisch“.

Die Idee für die Comic-Serie „Alles Trier“ entstand nicht am Schreibtisch. „Wir saßen zusammen in einer Kneipe und haben aus Spaß angefangen, uns auf Trierisch zu beschimpfen“, erzählt Johannes Kolz, der in seinem Leben vor der bunten Cartoon-Reihe ausschließlich als Werbetechniker und Grafiker mit eigener Werbeagentur tätig war. Er habe die „kloare Schennerei“ (lustige Schimpferei), ergänzt um kleine Zeichnungen, auf Bierdeckeln festgehalten. „Meine Schnapsidee war, daraus für meine Kunden zu Weihnachten einen Minikalender zu machen.“ Als er dem selbstständigen Buchhändler Peter Zender das erste Exemplar überreichte, schlug dieser ihm vor, das zur Geschäftsidee auszubauen. „Das war der Startschuss für die Comic-Serie ,Alles Trier', unter der wir auch alle übrigen Produkte bis zur Tasse und dem T-Shirt vermarkten“, sagt Kolz. Dazu gehören auch Kalender mit typischen Trierer Begriffen und erläuternden Comic-Zeichnungen (Gemoahlsches) von Kolz.

Mit „Meine ersten 270 Wörter auf Trierisch“ ist das Duo 2008 erfolgreich in eine Nische gesprungen. Natürlich gebe es Bücher, die sich mit verschiedenen Mundarten und Dialekten befassen, sagt Peter Zender. „Aber Wörterbücher für Erwachsene in unserem Stil sind uns nicht untergekommen.“

Das saarländische Wörterbuch, das gerade zusammen mit einer Kölner Variante auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, ist von November an im Handel erhältlich. Dazu haben die Trierer über einen befreundeten Verlag Kontakt mit gebürtigen Saarländern aufgenommen. Kolz: „So konnten wir ein entsprechendes Lektorat nutzen. Das ist für diese Ausgabe, die ja nicht in unserer Muttersprache erscheint, ganz wichtig.“ Bei der druckfrischen Saarland-Ausgabe sowie den entsprechenden Merchandising-Artikeln wie Tassen, Gläser, T-Shirts oder Taschen wollen es Kolz und Zender nicht belassen. „Wir sind davon überzeugt, dass unser Konzept in jeder touristisch erschlossenen Ecke funktioniert. Deswegen werden wir uns nach und nach auf der Landkarte vorarbeiten. Oder, wie der Trierer sagt: Da kömmt noch ebbes.“ (Da kommt noch etwas.)
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