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Trio Eliza um Saarländerin Ela vertritt Deutschland beim „Eurovision Song Contest“

Sie kamen quasi aus dem Nichts, überholten renommierte Musikgrößen wie Unheilig & Co. und sangen sich in die Herzen der Deutschen. Nicht nur beim Publikum in der Kölnarena galt die Neofolk-Band Elaiza um die saarländische Frontfrau Elzbieta Steinmetz (Ela) von Beginn an als Favorit. Beim deutschen Vorentscheid zum „Eurovision Song Contest“ stimmten 55 Prozent der 1,9 Millionen Anrufer für die Newcomer. Auch nach dem Ende der Live-Show blieb dem Trio keine Zeit, ihren Überraschungs- Erfolg zu realisieren: „Wir können es noch nicht fassen. Das ist unglaublich“, betonten Elaiza immer wieder, als sie eine halbe Stunde später beim Pressetermin minutenlang von Dutzenden Fotografen umringt posierten.

Und auch beim anschließenden Gespräch mit zig Journalisten aus ganz Deutschland drehte sich (fast) alles um Ela, die mit den Tränen kämpfte, und ihre Kolleginnen. Moderatorin Barbara Schöneberger, die sich zuvor als Fan ihres Gewinnertitels „Is it Right“ outete, wurde da zur Statistin. Viel Zeit zum Feiern blieb Ela, die nach dem ganzen Rummel erst mal ihre Mama in Schiffweiler anrufen wollte, auch nach dem Pressetermin nicht. Am Freitagmorgen hatten Elaiza bereits um 5.30 Uhr im ARD Morgen-Magazin ihr erstes Interview. Danach ging’s Schlag auf Schlag weiter. Schon Minuten nach der Show seien zig Interview- Anfragen und Einladungen in Sendungen eingegangen, sagt ARD-Unterhaltungs- Koordinator Thomas Schreiber.

Zudem wurden bereits gestern die Details für ihren Auftritt im Finale besprochen. Wie es in den nächsten Tagen für sie weitergeht, wusste Ela selbst noch nicht so genau: „Dieser Abend hat unser Leben umgekrempelt“, sagt sie. Ihre Kollegin Yvonne Grünwald verriet derweil, dass sie am 10. Mai, dem Finaltag in Kopenhagen, Geburtstag und bereits Karten für die Show „Cirque de Soleil“ gekauft habe: „Jetzt habe ich etwas Besseres vor.“

Auf die derzeitige politische Lage in der Ukraine angesprochen, wo sie geboren wurde, entgegnet Ela, die später in Polen lebte und mit acht ins Saarland kam: „Ich singe für alle drei Länder.“ Während die Ziele des Trios für den deutschen Vorentscheid eher bescheiden waren und sie eher Schritt für Schritt dachten, geben sich Elaiza nun fürs Finale optimistischer: „Wir wollen dafür sorgen, dass Europa im nächsten Jahr am Brandenburger Tor tanzt“, sagt Ela grinsend. Ob mit ihr nach Nicole 1982 eine weitere Saarländerin den Contest gewinnt, entscheidet sich am 10. Mai.

 

„Wir müssen das Ganze erst mal verdauen“

Mitten im Interview-Marathon telefonierte Elaiza-Frontfrau Ela mit SZ-Mitarbeiter Marko Völke. Die in Schiffweiler lebende Musikerin verriet, wie es nach ihrem Sieg weiterging und warum ihre Mama daheim blieb.

Wie kurz war Eure Siegesnacht?
Ela: Ich habe nur 20 Minuten geschlafen. Jetzt sind wir voll auf Koffein (lacht).

Wie geht es jetzt mit Euch weiter? Gibt es viele Anfragen?
Ela: Schon ganz viele, die müssen jetzt erst mal alle geordnet werden. Und wir müssen das Ganze erst mal vertrauen. Uns gibt es erst seit Anfang des vergangenen Jahres. Plötzlich kommen Fans auf uns zu und wollen Autogramme – und jetzt fahren wir nach Kopenhagen. Aber natürlich freuen wir uns auch riesig darauf.

Wo haben Deine Eltern die Vorentscheidung mitverfolgt?
Ela: Zu Hause vor dem Fernseher mit Freunden. Ich liebe meine Mama, aber ich wollte nicht, dass sie in Köln in der Halle sitzt. Sie ist immer so aufgeregt. Das hätte mich nur noch nervöser gemacht.

In der Halle war das Publikum auf Euer Seite. Gab es einen Moment in dem Du gedacht hast: Vielleicht gewinnen wir ja?
Ela: Die Stimmung war schon super. Aber ich hatte immer im Hinterkopf, dass „Unheilig“ sicher unglaublich viele Fans haben, die für sie anrufen.


AUF EINEN BLICK

Nach dem Sieg von Elaiza gab es gestern viel Lob für Ela aus dem Saarland: „Schiffweiler ist stolz auf Ela“, sagte Markus Fuchs, Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde. Der ganze Ort drücke der 21-Jährigen die Daumen „Vielleicht wird sie ja die zweite Nicole.“ Stefan Paulhuhn, Vorsitzender der SPD-Saar-Fraktion im Landtag, ließ mitteilen: „Schiffweiler gewann – so schreibt es Spiegel online völlig zu recht über den grandiosen Erfolg von Elaiza beim deutschen Vorentscheid.“ Mit ihrem erfrischenden Song und sympathischen Auftreten habe die Band verdientermaßen die Herzen der Zuschauer gewonnen. Auch die CDU-Saar freut sich über die gute Nachricht und drückt, wie Generalsekretär Roland Theis erklärt, „Elzbieta Steinmetz und ihrer Band für das Finale alle Daumen“. Gratulationen kommen auch von der kulturpolitischen Sprecherin der Piratenfraktion, Jasmin Maurer: „Ich bin stolz auf die tolle Leistung, die sie auch für unser kleines Bundesland erbracht hat.“ mv
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