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Tristesse beim SVE - Abstiegskampf beim FCS

Für die SV Elversberg steht nach dem Pokal-Aus Tristesse im Niemandsland der Regionalliga an. Für den 1. FC Saarbrücken folgen spannende Wochen im Drittliga-Abstiegskampf

Für die SV Elversberg steht nach dem Pokal-Aus Tristesse im Niemandsland der Regionalliga an. Für den 1. FC Saarbrücken folgen spannende Wochen im Drittliga-Abstiegskampf

Elversberg. Die Saison ist für die SV Elversberg im Grunde genommen vorbei. In der Fußball- Regionalliga West dümpelt die SVE auf Rang neun im Niemandsland rum, obwohl sie vorne mitspielen wollte. Und im Saarlandpokal, den Elversberg in den beiden vergangenen Jahren gewann, ist die SVE am Dienstagabend nach dem 2:4 gegen Drittligist 1. FC Saarbrücken vor 4500 Zuschauern ausgeschieden. Die Titelverteidigung hätte die schwache Saison halbwegs gerettet. „Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir uns durch gute Spiele in der Liga wieder aufbauen. Wir müssen in der Defensive einfach stabiler werden. Wir kriegen zu einfache Gegentore“, sagt SVE-Trainer Günter Erhardt, der sich „Erhardt raus“-Rufe anhören musste.



Titel-Hattrick im Saarlandpokal ist futsch

Der Titel-Hattrick im Saarlandpokal ist futsch, genau wie die Hoffnung auf weitere 500 000 Euro Einnahmen durch Spiele im DFB-Pokal, wo Elversberg in Runde eins Bundesligist Hannover 96 mit 5:4 nach Elfmeterschießen ausgeschaltet hatte. „Das sind schöne Erinnerungen. Wenn ich an die Gegentore von Dienstag denke, sind die Erinnerungen weniger schön. Wir haben nach vorne gut gespielt. Die zwei schnellen Gegentore nach der Pause haben uns gegen den FCS das Genick gebrochen“, sagt Mittelfeldspieler Samir Kozarac. Die Treffer für die SVE erzielten Zouhair Bouadoud (43. Minute) und Emre Güral (57.) Die erste Chance zum mentalen Wiederaufbau hat die SVE morgen, 19 Uhr im Liga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln II.

"Ich habe das Fußball- Spielen doch nicht verlernt"

Am Dienstag vor dem Pokalspiel sagten viele FCS-Fans „Oh Gott, der Fuchs“. Von „Fuchs, dem Fußball-Gott“ schwärmten einige nach den drei Treffern (29./48./78.) des oft gescholtenen Stürmers Markus Fuchs. „Das war eine Genugtuung – ich habe das Fußball- Spielen doch nicht verlernt“, sagt der Mann des Abends, der Minuten brauchte, um seine Emotionen zu verarbeiten, und zunächst wortlos in der Kabine verschwunden war. „Ich habe immer gesagt, dass jeder Spieler seine Chance bekommen wird“, betont FCS-Trainer Jürgen Luginger: „Die Tore waren natürlich beste Werbung für ihn.“ Die bekam im Hause Fuchs zunächst niemand mit.

„Als ich heim gekommen bin, musste ich meinem jüngsten Sohn noch die Flasche geben. Dabei habe ich ihm dann von den Toren erzählt“, verrät der zweimalige Vater: „Das war fast so schön wie die Treffer selbst.“ Von seinem Kopfballtor in der 50. Minute erzählen kann auch Manuel Stiefler. „Für meine Größe bin ich gar kein schlechter Kopfballspieler“, sagt der 1,80 Meter große FCS-Mittelfeldmann lächelnd, „jetzt dürfen wir uns kurz freuen und müssen uns dann auf Ahlen konzentrieren.“ Das fordert auch Kapitän Nico Zimmermann: „Das war ein wichtiger Schritt in Richtung DFB-Pokal. Vielleicht können wir am Samstag einen weiteren in Richtung Klassenverbleib nachlegen.“ Anstoß beim Konkurrenten im Abstiegskampf, RW Ahlen, ist um 14 Uhr.

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