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Trockenes Wetter für Saar-Bauern ein Alptraum

Kreis Saarlouis.Wegen der seit Wochen andauernden Dürre rechnet der Bauernverband Saar mit teilweise erheblichen Ernteeinbußen in der Landwirtschaft. Besonders der Landkreis Saarlouis ist betroffen, meldete der Verband. Theresia Croon, Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Saarlouis, beschreibt die Situation der Landwirte: „Die Lage ist insgesamt dramatisch, aber im Kreis Saarlouis haben wir die leichten Buntsandsteinböden, die das Wasser nicht halten.“ Diese müssen oft nachgewässert werden. Aber: „Seit Jahresbeginn haben wir weniger als die Hälfte des üblichen Niederschlages gehabt.“ Der klassische Gemüseanbau kann sich noch mit Beregnungsanlagen helfen, besonders an Flussläufen, wie etwa in den Lisdorfer Auen. Der Landwirt kann jedoch nicht gießen.



Extrem trockener Nordostwind

„Die Bauern haben reagiert und pflanzen keine Sommergetreidesorten mehr, diese Tendenz haben wir seit etwa zehn Jahren“, resümiert Croon. Neu sei aber „die extreme Trockenheit im Frühjahr“; das kenne man im Mai oder Juni, aber nicht so früh im Jahr, meint die Landwirtin aus Hüttersdorf. „Dazu kommt ein extrem trockener Nordostwind. Und dass überhaupt kein Regen fällt, ist ungewöhnlich.“ Massive Ernteausfälle Das Schlimme für die Bauern ist jedoch, dass auch bisher keine Wetteränderung in Aussicht ist. „Und selbst wenn jetzt noch Niederschläge kommen, sind die Ausfälle für die Bauern nicht mehr zu kompensieren“, betont Croon. Sie rechnet mit Ernteausfällen von bis zu 30 Prozent beim Getreide – „Das ist massiv“, sagt sie. Für den Laien ist in der grünen, blühenden Natur bisher kaum ein Ausnahmezustand zu erkennen. Die Landwirte betrachten ihre Kornfelder und Wiesen jedoch mit Sorge: „Die Bestände sind heller, zum Teil auch krank, leiden zum Beispiel unter Pilzinfektionen. Durch Pflanzenschutzmittel versuchen die Bauern das zu erhalten, was noch da ist.“ Wintergerste und Winterroggen blühen und reifen in diesem Jahr etwa 14 Tage früher als sonst, auch der Raps ist früh dran, berichtet Croon. Die Gräser haben insgesamt niedrige Bestände und blühen stark.

Bei Kleingärtnern  Lage weniger dramatisch
An eine ähnliche Situation kann sich Theresia Croon im Frühjahr 2006 erinnern, aber damals begann die Trockenheit erst im April, nicht früher, beschreibt sie. Gärtner müssen viel gießen Bei den Kleingärtnern ist die Lage weitaus weniger dramatisch, beschreibt der Vorsitzende des Kreisverbands der Obst-und Gartenbauvereine, Peter Metzdorf. „Das Frühjahr war zu trocken, da machen wir uns nichts vor“, sagt Metzdorf. Aber das sei nur für die Bauern wirklich schlimm, die Gartenbesitzer könnten gießen. „Wir profitieren noch vom gesammelten Regenwasser“, erklärt Metzdorf. „Viel gießen“, lautet sein Rat, „vor allem morgens“. Betroffen seien vor allem junge Bäume, ältere erst, wenn der Fruchtbestand sich entwickelt, meint der Fachmann. „Und ansonsten hoffen, dass es bald wieder regnet!“
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