L105 Fechingen Richtung Mimbach Zwischen Gersheim und Bliesdalheim Unfall, Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn, Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn, fahren Sie bitte besonders vorsichtig (20:13)

L105

Priorität: Sehr dringend

11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Trotz Europa-Galerie: Bahnhofstraße brummt

Die Europa-Galerie hat der Bahnhofstraße nicht geschadet. Das ist die einhellige Meinung von Saarbrücker Geschäftsleuten und der Citymarketing GmbH.

Die Europa-Galerie hat der Bahnhofstraße nicht geschadet. Das ist die einhellige Meinung von Saarbrücker Geschäftsleuten und der Citymarketing GmbH.

Saarbrücken. Die Europa-Galerie hat der Bahnhofstraße nicht geschadet. Das ist die einhellige Meinung von Saarbrücker Geschäftsleuten und der Citymarketing GmbH. „Es hat keinen Einbruch gegeben. Der Bahnhofstraße geht’s hervorragend. Das ist eine 1A-Lage im Südwesten“, meint zum Beispiel Michael Genth, Geschäftsführer von Leder Spahn. Selbstbewusst sagt er: „Die großen Filialisten kommen, weil wir gut sind.“ Die seien oft doppelt vertreten in der Innenstadt, keiner mache Läden dicht. Mit seinem Optimismus widerspricht Genth einer Passantenzählung, die das Frankfurter Unternehmen Jones Lang La- Salle veröffentlicht hat. Die zählte am 16. April zwischen 13 und 14 Uhr 4720 Kunden auf der Saarbrücker Einkaufsmeile, im Durchschnitt zwischen 2002 und 2011 seien es 6643 Kunden gewesen. Damit belege Saarbrücken unter 170 Städten den 62. Platz und liegt damit im Mittelfeld. Zum Vergleich: Trier landete auf Platz 21, ganz vorne die Großstädte Köln, München und Frankfurt.



Auswirkungen auf   Bahnhofstraße normal

Christopher Wunderlich von Jones Lang LaSalle gibt zu, dass es sich bei der Zählung nur um eine Momentaufnahme handelt: „Das darf man nicht überbewerten, sondern muss es sich langfristig anschauen.“ Die Zahl sage noch nichts darüber aus, ob die Europa-Galerie Kunden aus der Bahnhofstraße abziehe. Doch Wunderlich ist überzeugt, dass eine Galerie mit 25 000 Quadratmeter Einkaufsfläche natürlich Auswirkungen auf die Bahnhofstraße habe: „Jedes Center will Kaufkraft abschöpfen.

“ Genth sieht aber keinen Kundenrückgang, sondern höchstens eine Verschiebung zugunsten der oberen Bahnhofstraße. Die Kunden kehrten beim Kaufhof eben nicht mehr um, sondern gingen jetzt weiter bis zur Europa-Galerie. Auch die Futter- und Sulzbachstraße hätten sich gut entwickelt. Außerdem sei eine solche Zählung immer von vielen Faktoren wie zum Beispiel dem Wetter abhängig, meint Genth.

Stündlich zwischen 6000 und 6500 Menschen in der Bahnhofstraße

Zu einem ganz anderen Ergebnis wie Jones Lang LaSalle kommt die Saarbrücker Citymarketing GmbH. Mitarbeiter hätten am 30. April vor der Stadtapotheke und C&A, also an zwei Stellen gezählt, berichtet Geschäftsführer Alexander Hauck. Zwischen 14 und 17 Uhr seien stündlich zwischen 6000 und 6500 Menschen in der Bahnhofstraße gewesen. Hauck hatte gleich mehrere Erklärungen dafür, dass Jones Lang La- Salle auf andere Zahlen gekommen ist: der 16. April war der erste Samstag nach dem Beginn der Osterferien, viele Leute seien weggefahren, glaubt Hauck.

Zudem müsse man die saarländische Eigenheit berücksichtigen, zwischen 12 und 14 Uhr zu essen, meinte Hauck: „In dieser Zeit ist in den Läden am wenigsten los.“ Das Frankfurter Unternehmen hätte also alle Leute, die in den Restaurants und Cafés saßen, mitzählen müssen, meint der Geschäftsführer: „Denn der Einzelhandel brummt hier erst ab 15 Uhr.“

Für Alexander Hauck ist klar, dass die Europa-Galerie Leute anzieht – das bedeute aber nicht, dass sie nur dorthin gehen und die Bahnhofstraße meiden. Das kann auch Sven Hofer, geschäftsführender Gesellschafter von Juwelier Krämer, bestätigen. „Die Galerie zieht zusätzliche Leute in die Bahnhofstraße.“ Er freut sich über viel Laufkundschaft und gute Umsatzzahlen. Hauck fügt hinzu, dass auch der St. Johanner Markt nicht unter der Europa- Galerie leide. Doch Saarbrücken dürfe sich nicht ausruhen, betont er: „Wir müssen weiter klarmachen: Wer nach Saarbrücken kommt, kauft nicht nur ein, sondern bekommt ein Erlebnis dank vieler Veranstaltungen und der Gastronomie. Deshalb müssen wir die City weiter attraktiv halten.“

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein