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Trotz Fusion kaum Veränderungen in Knappschaftskliniken Püttlingen und Sulzbach

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Püttlingen/Sulzbach. Die saarländischen Knappschaftskrankenhäuser in Püttlingen und Sulzbach werden zum 1. Januar fusioniert (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Die Kliniken werden unter dem Namen Knappschaftsklinikum Saar GmbH firmieren.

Wie Direktor Georg Greve (Archivfoto: Becker & Bredel) der SZ bestätigte, wurden die nun beschlossenen Pläne rund ein Jahr besprochen und ausgearbeitet. Er betonte, dass „die medizinische Struktur“ in beiden Häusern unverändert bleibt. Und das gelte nach heutigem Stand für „die nächsten fünf Jahre“. Damit konnte der Manager nicht nur die Patienten beruhigen: Einschnitte seien auch nicht beim Personal geplant.

Die Mitarbeitervertretungen vor Ort seien darüber schon unterrichtet. Die genaue Ausgestaltung der jüngst beschlossenen Fusion will Greve persönlich am kommenden Dienstag, 2. August, in Konferenzen (je eine in Sulzbach und in Püttlingen) den Klinikleitungen, den Chefärzten und den Personalräten vorstellen. Diese wiederum sollten dann die Mitarbeiter vor Ort informieren.

Eine gesonderte Information der Patienten sei nicht nötig, weil diese die Veränderungen ja gar nicht bemerken, wie Greve sagte. Abteilungen würden weder geschlossen noch ausgelagert, aber „natürlich werden Abteilungen zusammengefasst und dann auch an einem Standort konzentriert“. Das gilt nach Greves Worten zum Beispiel für die Wirtschaftsabteilung, die EDV oder auch die Personalabteilung.

Durch diese Bündelung der Tätigkeiten an je einem Standort könnten „zwei bis drei bis vier Millionen Euro in drei Jahren“ eingespart werden. Und das alles ohne betriebsbedingte Kündigungen. „Wir werden keinen rausschmeißen“, sagte Greve wörtlich. Die Knappschaft gebe ihren Beschäftigten „ja quasi eine Arbeitsplatzgarantie“, meinte der Knappschafts-Direktor weiter.

Aber natürlich sei ein Ortswechsel durchaus zumutbar, vor allem in Anbetracht der geringen Entfernung zwischen den beiden Standorten. Ob die neue Knappschaftsklinikum Saar GmbH einen oder mehrere Geschäftsführer oder Vorsitzende des Vorstandes haben werde, konnte Greve jetzt noch nicht sagen. Aber in dieser Frage sei die Gesellschaft entscheidungsfrei, fügte er hinzu.

Abschließend betonte der Klinikmanager, dass die Fusion erst noch von der Rechtsaufsicht, dem Bundesversicherungsamt und dem Kartellamt genehmigt werden müsse, was er aber für sehr wahrscheinlich hält. Zumal die Knappschaft in der letzten Zeit drei große Fusionen im Ruhrgebiet „durchgezogen“ habe, die allesamt ohne Probleme genehmigt worden seien, betonte Greve.

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