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Trotz Roter Karte: Lautern erkämpft 1:1

Kaiserslautern. Aus medizinischer Sicht war es sicher alles andere als ratsam, dass Marco Kurz seiner Wut so lautstark Bahn brach. War der Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern doch unter der Woche mit Fieber und Erkältung ans Bett gefesselt – Gerüchte dass der angesichts seiner Schweine-Grippe-Epidemie Viren-erprobte FC Köln dahinter steckte, bestätigten sich aber nicht. Und auch gestern Mittag musste er sich noch in alles hüllen, was die Winter-Kollektion des Ausstatters so hergab. Aber der gesundheitsgefährdende Urschrei nach einer halben Stunde war durchaus verständlich.

Hatte sein FCK doch die ersten Minuten des Spiels gegen den 1. FC Köln dominiert, wie der FCK selten ein Spiel in dieser Saison dominiert hatte. Und als wäre es mit dem 0:1 von Lukas Podolski nach einem gemeingefährlichen Rückpass von Rodnei an den eigenen Pfosten nicht genug gewesen, sah nach 39 Minuten auch noch Srdjan Lakic für seinen unnötigen aber eher zarten Griff in Christian Eichners Gesicht die Rote Karte. Zuvor hatte der FCK zwar auch wenig wirklich Torgefährliches zu Stande gebracht und das Durcheinander in der Kölner Abwehr nicht nutzen können, doch die erste Gefahr für Tobias Sippels Tor kam erst unmittelbar vor dem 0:1, als Podolski mit einem Freistoß aus 18 Metern erst am Querbalken scheiterte.

Und allem Anschein nach hallte der Aufschrei des Trainers auch in der Kabine nach. Denn aus der Pause kam wieder die Mannschaft – wenn auch nur zu zehnt und mit Adam Nemec statt Pierre de Wit – die in der ersten halben Stunde das Spiel so dominiert hatte. Schon nach sechs Minuten wurde dieses Aufbegehren belohnt. Diesmal konnte Jan Moravek einen der Fehler in der Kölner Abwehr nutzen und traf zum unerwarteten Ausgleich.

Und plötzlich war der FCK wieder dominant und Köln suchte wieder vergeblich nach einem roten Faden und der Ordnung. „Entscheidend war, dass wir nach der Pause weiter gespielt haben und uns nicht aufgegeben haben, befand Thanos Petsos. Und auch in der Folge hatte der FCK die deutlich besseren Gelegenheiten. Doch weder Nemec, noch Petsos, noch Florian Dick konnten eine davon nutzen. So blieb am Ende die Frage, ob der Schub für die Moral im Vordergrund steht, oder der Gedanke daran, dass dieses 0:1 und der Platzverweis unnötig wie der berühmte Kropf waren. Auch der Ex-Saarbrücker Chadli Amri konnte sich nicht endgültig entscheiden: „Von den Punkten her haben wir zwei verloren. Von der Moral her haben wir aber einen Punkt gewonnen.“ Also irgendwie beides.

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