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Trotz Schulden: Kleinblittersdorf hat einiges vor

Das Thermalbad-Gebäude entsteht  schon seit August 2010. Jetzt kommt die nächste Bauphase. Und auch in anderen Bereichen will Kleinblittersdorf dieses Jahr einiges erreichen - trotz Schuldenberg.

Das Thermalbad-Gebäude entsteht schon seit August 2010. Jetzt kommt die nächste Bauphase. Und auch in anderen Bereichen will Kleinblittersdorf dieses Jahr einiges erreichen - trotz Schuldenberg.

Kleinblittersdorf. Der Befund klingt gut: „sofort genehmigungsfähig“. Mit dem Kleinblittersdorfer Haushaltsentwurf 2011 hat die Kommunalaufsicht keine Probleme. Und doch ist das dicke Bündel ein Krisendokument. Bürgermeister Stephan Strichertz geht davon aus, dass die Gemeinde in diesem Jahr 15,25 Millionen Euro ausgibt, aber nur 12 Millionen Euro einnimmt – sofern der Gemeinderat das Zahlenwerk billigt. Damit wüchse der Kleinblittersdorfer Schuldenberg von 23 Millionen Euro trotz aller Sparversuche um weitere 3,25 Millionen Euro. Ein Spitzenwert.

Trotz Schulden - Kommune kommt 2011 voran

Aber für Strichertz steht auch fest: Trotz ihrer Schulden kommt die Kommune 2011 voran. Unweit des Rathauses nimmt das Gewerbegebiet Alte Ziegelei Konturen an. Ein Dutzend Firmen wollen sich dort ansiedeln. Noch in diesem Jahr könnten die ersten Unternehmen loslegen.

Stichwort Kurbad: „Sobald das Wetter es zulässt, beginnt die Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Peter Groß, Wolff und OBG mit den Erschließungsarbeiten für das Gelände.“ Kosten für die Gemeinde: circa 800000 Euro. Das Thermalbad-Gebäude entsteht ja schon seit August 2010. Und die Umgebung des Kurgebietes soll vom neuen Gesundheitspark profitieren, der, geht’s nach den Planern, im Herbst 2012 eröffnet. 15000 Euro sieht der Haushaltsentwurf für ein Konzept zur Entwicklung des Umfeldes vor. „Wir wollen mit Hilfe dieses Konzeptes so schnell wie möglich einen Brückenschlag vom Gesundheitspark in den Ortsteil Rilchingen-Hanweiler schaffen“, sagt Strichertz. Auch ansprechend gestaltete Wanderwege, die Sanierung der historischen Quelltürme und die geplante Gestaltung des Hanweiler Kreisverkehrs zeugen von der Thermalbad-Ära.

Straßen sollen schöner werden

Schöner werden sollen aber nicht nur die Wege und Straßen am Kurteil Rilchingen-Hanweiler, sondern auch Straßen in den anderen Dörfern der Gemeinde. In Sitterswald zum Beispiel, wo für Straßen und Bürgersteige 80000 Euro vorgesehen sind. Oder in Kleinblittersdorf, wo die Gemeinde die Alte Schulstraße für 300000 Euro bei einem Eigenanteil von 50000 Euro erneuern lässt. In Kleinblittersdorf ist ein weiteres halbes Dutzend ruhiger Wohnstraßen für den Endausbau vorgesehen. Damit es an den Problempunkten, speziell am Bahnhof, sauberer wird und ruhig bleibt, schlägt die Verwaltung den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes vor. 20000 Euro stehen dafür im Entwurf. Auch hier ist offen, ob der Gemeinderat mitzieht.

200000 Euro pro Jahr sparen

In der ruhigen Rathausstraße wird das Verwalten und Gestalten der Gemeinde denn auch in den nächsten Jahren nicht leichter, wie Strichertz feststellt. „Wegen der Schuldenbremse für die Gemeinden müssen wir ab 2012 dauerhaft 200000 Euro pro Jahr sparen.“ Bei voraussichtlich sinkenden Zuweisungen und steigenden Kreditzinsen, wohlgemerkt. Eine Herausforderung, die alle Kollegen in den Rathäusern treffe. „Wer jetzt als Bürgermeister anfängt, weiß gar nicht, worauf er sich einlässt.“

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