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Trotz Sommerwetters: Heilbornbad zeitweise geschlossen

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig. Bestes Badewetter, aber das Merziger Freibad öffnet nicht. „Warum denn das?“ Diese Frage stellten sich am frühen Sonntagnachmittag zahlreiche Badewillige, die trotz hochsommerlicher Temperaturen am Heilbornbad vor verschlossenen Toren standen.

Unter ihnen Irmtraud Haffner. „Um 15 Uhr war es knallheiß, und ich wollte ins Schwimmbad, aber das war geschlossen“, klagte die Merzigerin. Es habe sie verwundert, sei aber keine Seltenheit. Zuvor habe ein Bekannter ihr gesagt: „Ich würde heute noch gerne ins Schwimmbad gehen, aber das hat wohl wieder einmal zu.“ Man kenne sich mittlerweile mit den Gepflogenheiten am Heilbornbad aus und wisse: Wenn es morgens regnet oder die Sonne hinter den Wolken bleibt, stünden die Chancen für eine Öffnung am Nachmittag – auch bei bulliger Hitze – sehr schlecht. „So muss es denn wohl auch am vergangenen Sonntag gewesen sein“, meint Haffner. „Am Vormittag hatten wir ein handfestes Gewitter, dann bleibt das Bad den ganzen Tag geschlossen.“ Selbst gegen 18 Uhr sei das Eingangstor zur Badeanstalt immer noch verriegelt gewesen.

Mit ihrem Unmut steht Haffner nicht alleine da. Eine große Gruppe von Badewilligen hatte sich wenige Stunden nach Abzug des Gewitters am Heilbornbad eingefunden. Ebenso eine Gruppe von etwa 20 Schülern, die das Naturbad bei gutem Wetter regelmäßig besuchen. „Weit und breit niemand, der das Tor hätte aufschließen können“, schildert ein PWG-Schüler die Situation. „Wir standen in der brütenden Hitze eine Weile wartend da, haben uns dann nach Mettlach aufgemacht.

Dort war ein Riesenbetrieb“. Gleiches bestätigte Haffner: Zeitweise hätten weit mehr als 30 Menschen Einlass begehrt. „Es gab eine Menge Leute, die stocksauer waren. Wer ins Freibad nach Mettlach fuhr, konnte dort volles Haus erleben“, meinte die aufgebrachte Dame. In Mettlach habe man sich am Sonntag über 1200 Badegäste gefreut.

„Wir haben Verständnis dafür, dass das Heilbornbad bei wenig sommerlichen Temperaturen geschlossen bleibt“, betonten zahlreiche Betroffene. Schließlich sei das Naturbad nicht beheizt. „Aber die Unflexibilität der Stadt ist in diesem Bad bereits Programm“, schimpfte die Mutter zweier kleiner Kinder und Inhaberin einer Saisonkarte. Auch sie hätte gerne die Sonnenstunden in dem Freibad genutzt, stand aber wie zahlreiche andere vor verschlossener Tür. Da müsse man sich doch fragen, welche Argumente die Stadt habe. Die SZ hat in dieser Angelegenheit bei den Verantwortlichen nachgehakt. Auf Anfrage teilte Alexander Albrand, Geschäftsführer der Merziger Bäder GmbH, mit: „Trotz amtlicher Unwetterwarnungen am Sonntagvormittag mit Sturmböen, Starkregen, Hagel und Blitzschlag vom Deutschen Wetterdienst für die Region Merzig wurde das Naturbad Heilborn um zehn Uhr regulär geöffnet, um die Wetterlage vor Ort abzuwarten.“ Nach Abzug des örtlichen Unwetters gegen Mittag sei das Freibad bis 13.30 Uhr geöffnet gewesen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe man keinen einzigen Besucher gezählt, weshalb das Naturbad Heilborn dann wetterbedingt geschlossen worden sei. Den nachmittags eingeteilten Mitarbeitern habe man abgesagt.

Da in „DAS BAD“ in den Saarwiesen an diesem Sonntag ein sehr starker Besucherandrang mit rund 1800 Besuchern geherrscht habe, hätten leider keine Mitarbeiter von dort in das Naturbad Heilborn wechseln können. „Im Nachhinein war dies eine unglückliche Entscheidung, die wir sehr bedauern“, betonte der Merziger Bäderchef.

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